Legionäre an der Gesamtschule

|   Ahaus

„Römer to go“ in Ahaus: Weil im alten Römerlager in Haltern am See Umbaumaßnahmen erfolgten, kamen die Römer zur Irena-Sendler-Gesamtschule nach Ahaus. Bepackt mit interessantem Sachwissen und einer Fülle an Ausrüstung kamen die Museumspädagogen des Römermuseums aus Haltern am See zu Besuch. Karten, römische Kleidung, Marschgepäck und das Arsenal eines Legionärs brachten die Schüler dabei die Antike 2000 Jahre näher.

Begleitet von den Lateinlehrkräften Wilko Pruin und Justus Sleumer konnten die Schülerinnen und Schüler der Lateinkurse in den Jahrgängen 8, 9 und 10 der Schule so auch am eigenen Leib erfahren, wie ein römischer Legionär vor über 2000 Jahren lebte. Zunächst lernten sie dabei, wie die Römer bis in die nördlicheren Gefilde Germaniens vordringen konnten und dort ihre Lager entlang des Rheins und der Lippe aufschlugen. Der Großteil des Heereszuges war dabei zu Fuß unterwegs – 25 Kilometer am Tag.

Dass dies nicht leicht gewesen sein konnte, war schnell klar. Wie schwer jedoch wirklich, wurde bei der Untersuchung der Ausrüstung eines typischen römischen Legionärs deutlich. Dabei wurde das tägliche Legionärsmarschgepäck von beinahe 20 Kilogramm genau unter die Lupe genommen. Kochutensilien, Nahrung und persönliches Gepäck nahm ein jeder für sich selbst mit.

Besonders spannend wurde es aber, als es dann an die militärische Ausrüstung ging. Zunächst befassten man sich mit den Waffen: Pugio, pilum und gladius – Dolch, Speer und Kurzschwert war den Schülerinnen und Schülern bereits gut bekannt. Doch auch mit der defensiven Ausrüstung wurde sich befasst: Der Schild wurde untersucht, Helm, Brustpanzer und Kettenhemd konnten auch anprobiert werden. So hatten alle schließlich eine eigene kleine eingekleidete römische Gesellschaft. Am Ende war allen klar: Als römischer Legionär hatte man es wortwörtlich nicht leicht in Germanien!

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