„Laternen-Fenster“ strahlen im Senioren- und Pflegezentrum St. Josef

|   Stadtlohn

Normalerweise ist er ein Lichtblick in der dunklen Jahreszeit: der traditionelle Martinsumszug. Aber auch diese Traditionsveranstaltung ist der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen. Die Senioren im Senioren- und Pflegezentrum (SPZ) St. Josef in Stadtlohn haben sich darum entschlossen, an der Aktion „Laternen-Fenster“ teilzunehmen. Seit Montagabend strahlen nun viele Fenster im SPZ an der Marienstraße in neuem Licht: Lampions und Laternen hängen in den Fenstern von Bewohner- und Gemeinschaftsräumen und erfreuen so Bewohner wie Passanten gleichermaßen.

„Wir haben ja schon im Frühjahr bei der Aktion der Kindergärten mit den Regenbogen im Fenster mitgemacht“, erzählt Nina Terhechte vom Begleitenden Dienst im SPZ St. Josef. „Die Idee für die Laternen entstand während eines Wellness-Angebots, als wir darüber sprachen, was alles ausfällt in diesem Jahr.“ Nina Terhechte hatte auf Facebook von der Aktion erfahren und erzählte den Bewohnern davon. „Darauf sagten die: Lass uns mitmachen!“

Schnell wurde überlegt, wie der eigene Beitrag zur Aktion, die überall in der Stadt für erleuchtete Fenster sorgen sollte, aussehen könnte. Für typische Kinderlaternen befand man sich im SPZ doch zu alt, stattdessen fiel die Wahl auf Lampions aus Papier, die mit Goldspray und Lichterketten über mehrere Tage gemeinsamer Arbeit zu kleinen, leuchtenden Kunstwerken wurden.

„Das Schöne ist, dass dabei auch Erinnerungen bei den Bewohnern hochkommen“, so Nina Terhechte. Sie sei beeindruckt von dem Geschick, mit dem viele dabei zu Werke gingen. „Die waren richtig fingerfertig.“ Selbst einige demenziell erkrankte Bewohner verstanden, worum es ging und halfen nach Kräften mit. „Sie haben die Lampions gehalten und waren dabei sehr vorsichtig.“

Der Lohn der Mühen strahlt nun seit dem Martinsabend rundum im Gebäude aus den Fenstern in die Stadt hinaus – und in die Zimmer hinein. „Wir lassen die Laternen bis Weihnachten hängen, denn sie passen auch gut in diese Zeit“, so Nina Terhechte. „Und die Bewohner haben es dann auch ein wenig gemütlich im Zimmer.“

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