Langer Einsatz für die Feuerwehr

|   Vreden

Am Abend des 13. März um 22:49 Uhr wurde der Löschzug Vreden-Stadt mit dem Stichwort „Feuer_MIG“ (Menschenleben in Gefahr) auf die Wikbertstraße alarmiert. Aufmerksame Passanten hatten zuvor Rauch aus einem leerstehendem Wohnhaus dringen sehen und alarmierten daraufhin die Feuerwehr.

Da sich zu Beginn des Einsatzes noch eine Person im Inneren des Gebäudes befinden sollte, wurde der gesamte Löschzug Vreden-Stadt alarmiert. Bereits auf der Anfahrt konnte jedoch Entwarnung durch die Leitstelle des Kreises Borken gegeben werden, dass alle Personen das Gebäude verlassen hatten. Eine Person verletzte sich hierbei schwer und wurde durch den ebenfalls alarmierten Rettungsdienst des Kreises Borken versorgt und in ein Krankenhaus transportiert.

Aufgrund der vorerst unklaren Lage durch massive Rauchausbreitung, wurde das Stichwort auf „Feuer_groß“ erhöht und der Löschzug Ammeloe ebenfalls zur Einsatzstelle alarmiert. Zusätzlich zur stillen Alarmierung wurden hier auch die Sirenen in Vreden und Ammeloe ausgelöst. Zur Brandbekämpfung wurden zeitgleich 6 C-Rohre und 1 Wenderohr der Drehleiter unter schwerem Atemschutz eingesetzt. Eine Ausbreitung des Feuers auf die umliegenden Gebäude konnte somit erfolgreich verhindert werden. Die SEG (Schnell-Einsatz-Gruppe) des DRK OV Vreden wurde zudem aufgrund des sicherzustellenden Eigenschutzes der eingesetzten Einsatzkräfte alarmiert.

Nachdem das Feuer unter Kontrolle war, konnte der Löschzug Ammeloe aus dem Einsatz herausgelöst werden und einrücken. Im weiteren Verlauf wurde das Dach des Gebäudes über Einsatzkräfte im Korb der Drehleiter abgedeckt, um ein Ablöschen verdeckter Glutnester zu ermöglichen. Der hintere Bereich des Gebäudes wurde durch Einsatzkräfte über mehrere Steckleitern abgelöscht.

Gegen 2:30 Uhr wurden alle Einsatzkräfte des Löschzuges Vreden-Stadt bis auf die Besatzungen des Tanklöschfahrzeuges und der Drehleiter aus dem Einsatz herausgelöst. Diese verblieben als sogenannte „Brandwache“ für an der Einsatzstelle. Als auch die letzten Glutnester abgelöscht waren, konnte die Einsatzstelle an den Eigentümer übergeben werden.

Aufgrund der unklaren Brandursache wurde die Einsatzstelle durch die Polizei des Kreises Borken beschlagnahmt. Ein Feuerwehrarzt (medizinischer Fachberater) der Feuerwehr Vreden war ebenfalls im Einsatz.

UPDATE 14. März, 12.45 Uhr: Inzwischen hat die Polizei die Brandursache bekanntgegeben. Demnach war im Haus ein Grillfeuer entzündet worden. Der Sachschaden liegt bei rund 200.000 Euro.

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Foto: Freiwillige Feuerwehr Vreden
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