Landrat Dr. Kai Zwicker dankt Einsatzkräften

|   Kreis Borken

Ausdrücklich dankt Landrat Dr. Kai Zwicker am Tag nach dem Sturm Friederike allen Einsatzkräften für ihr tatkräftiges Handeln zum Schutze der Bürgerinnen und Bürger im Kreis Borken: "Feuerwehren, Polizei, Hilfsorganisationen, die Mitarbeiter der kommunalen Bauhöfe sowie viele weitere Beteiligte haben gestern eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass sich die Menschen im Ernstfall auf sie verlassen können!"

Überall laufen nun die Aufräumarbeiten an. Landrat Dr. Zwicker bittet daher die Bevölkerung, weiterhin vorsichtig zu sein. Es können immer noch Dachziegel herunterfallen und Bäume bzw. Äste abbrechen. Deshalb sollten auch in den nächsten Tagen keine Wälder betreten werden. Kritik übt er an der uneinheitlichen Regelung in Sachen Schulschließungen gestern. Hier sieht er dringenden Handlungsbedarf. Es sei unverständlich, dass es angesichts des über ganz NRW gehenden Sturms keine einheitliche Regelung für Schulschließungen gegeben habe. "In solchen Situationen die Verantwortung auf die Schulen, Schulträger und Eltern abzuwälzen, führt zu einem großen Durcheinander", erklärt Dr. Zwicker und verweist auf die Situation gestern: Innerhalb einzelner Kommunen seien manche Schulen geschlossen gewesen, andere wiederum hätten unterrichtet.

"Wie können sich Väter und Mütter darauf einstellen?", fragt er. Teilweise seien die Entscheidungen darüber so spät getroffen worden, so dass manche Eltern gar nicht mehr rechtzeitig Vorsorge für die Betreuung ihrer Kinder treffen konnten. "Und was überhaupt nicht gehen kann, ist, dass Schulen erst im Laufe des gestrigen Vormittages den Unterricht einstellten und die Schülerinnen und Schüler dann im aufkommenden Sturm nach Hause schickten", so der Landrat. 

Er sieht nun das Land NRW in der Pflicht, bei Ereignissen mit großflächigen Auswirkungen wie jetzt beim Sturm Friederike frühzeitig einheitliche Regelungen für die Schulen zu treffen. Dafür werde er sich in den kommenden Tagen bei den zuständigen Stellen persönlich einsetzen, betont Dr. Zwicker.

Eine erste Bilanz der Einsätze am Donnerstag:

Der Sturm Friederike ist mit voller Wucht über den Kreis Borken hinweggezogen: Rund 550 Mal mussten daher am heutigen Tage Feuerwehren, Technisches Hilfswerk und Rettungsdienst ausrücken, um Hilfe zu leisten. Insgesamt zehn Verkehrsunfälle waren zu verzeichnen. Dabei wurden zwei Personen leicht und eine schwer verletzt.

Bei den technischen Hilfeleistungen ging es vor allem darum, umgestürzte Bäume wegzuräumen, Dächer abzusichern und andere Gefahrenstellen zu beseitigen. In zwei Fällen ging es um Gefahrgut. So stürzte ein Baum auf einen Güllebehälter und ein Gastank wurde beschädigt – Schäden für die Umwelt entstanden glücklicherweise nicht.

Einen Überblick über die Gesamthöhe der im Kreis Borken durch den Sturm entstandenen Schäden gibt es derzeit noch nicht. Die Aufräumarbeiten sind im vollen Gange und müssen sicherlich in den nächsten Tagen fortgesetzt werden. Die heute um zusätzliche Kräfte verstärkte Kreisleitstelle für Feuerschutz und Rettungsdienst geht jetzt wieder in den normalen Arbeitsbetrieb. Das kult Westmünsterland in Vreden und die Wertstoffhöfe Gescher-Estern und Rhede der Entsorgungsgesellschaft Westmünsterland, die heute vorsorglich geschlossen wurden, werden morgen wieder zu den üblichen Zeiten geöffnet haben.

Ausdrücklich bittet der Kreis Borken, auch nach Abflauen des Sturms vorsichtig zu sein. Es können immer noch Dachziegel herunterfallen und Bäume bzw. Äste abbrechen. Daher sollten auch in den nächsten Tagen keine Wälder aufgesucht werden.

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