Kunstrasen beschäftigt die SuS-Mitglieder

|   Legden

Zwei langjährige Vorstands-Mitarbeiter hat der SuS Legden während seiner Jahreshauptversammlung in den „Ruhestand“ entlassen: Dr. Clemens Bogenstahl war 16 Jahre lang stellvertretender Vorsitzender des nunmehr 2031 Mitglieder zählenden Sportvereins und Stefanie Büttelbrock verwaltete sogar 22 Jahre lang die Hauptkasse des SuS. Als der SuS-Vorsitzende und Versammlungsleiter Friedhelm Kleweken die Jahreshauptversammlung des SuS in dessen 107. Jahr des Bestehens eröffnete, wurde der Platz im Clubheim richtig knapp. Deutlich größer als in den Vorjahren war das Interesse der Mitglieder an der Bilanz des Vereins - mehr noch an den Zukunftsplänen.

Allein vier Anträge aus den sieben Abteilungen lagen der Versammlung vor - und alle fanden mit großer Mehrheit die Zustimmung der Versammlung. So wird die Badminton-Abteilung ihren Aktiven-Abteilungsbeitrag um einen Euro pro Monat auf nunmehr 30 Euro im Jahr erhöhen. Die Turn- und Breitensportabteilung erhielt „grünes Licht“ für die Einführung von Kurs-Gebühren, um ihre neuen Angebote wie etwa das Indoor-Cycling anbieten zu können. Einen großen Raum nahm die Diskussion um den Antrag der Fußball-Abteilung auf Errichtung eines Kunstrasenplatzes ein (siehe weiterer Bericht). Nicht zuletzt kann auch die Handball-Abteilung einen monatlichen Aktiven-Beitrag einfordern - dieser soll 42 Euro pro Jahr betragen.

Vorangegangen waren die Berichte und Bilanzen vom Vorstand und aus den sieben Abteilungen. Wie Geschäftsführer Dieter Berkemeier ausführte, ist der SuS weiterhin auf Wachstumskurs: 170 neue Mitglieder seien dem SuS im vergangenen Jahr beigetreten, 151 Austritte seien notiert worden. Nunmehr zählt der SuS 2031 Mitglieder. „Nicht nur der Zuwachs um 19 Personen zeigt uns, dass wir mit unserem Angebot auf dem richtigen Weg sind“, erhielt er Zustimmung aus der Versammlung.

In den sieben Abteilungen (Turnen/Breitensport 955 Mitglieder; Fußball 819; Badminton 153; Handball 129; Tischtennis 75; Integrative Allgemeinsportgruppe 53; Volleyball 25) sind rund 130 Trainer, Betreuer und Helfer tätig - 44 davon sind lizenzierte Übungsleiter. Seit August 2017 bewirtschaftet der SuS sein Clubheim in Eigenregie - im wirtschaftlichen Geschäftsbereich zusammen mit dem Pfingstturnier, dem Mittsommernachtslauf, der Bandenwerbung und einer Skifreizeit.

Bei den Wahlen zum Vorstand trat Christian Dieker die Nachfolge von Dr. Clemens Bogenstahl im Amt des stellvertretenden Vorsitzenden an; Jörg Thor wurde Nachfolger von Dieker als Beisitzer. Und Sven Völkering wurde in Abwesenheit zum Nachfolger von Stefanie Büttelbrock als Kassenverwalter gewählt.  Die Kasse werden im nächsten Jahr Frank Schulz und Matthias Veens prüfen - Dieter Berkemeier, Jana Schulten, Matthias Isermann, Cordula Brüggemann, Christian Dieker und als Ersatz Aloys Barenbrügge sind als Delegierte für die Jahresversammlung des GSV benannt worden.

Kunstrasenplatz in Legden?

Mit überwältigender Mehrheit hat die Jahreshauptversammlung des SuS Legden dem Antrag de rFußball-Abteilung zugestimmt, wonach der SuS bei der Gemeinde Legden die Errichtung eines Kunstrasenplatzes beantragen soll. „Seit November gibt es keinen geregelten Trainings- oder Spielbetrieb im Sportzentrum mehr“, umschrieb Heinrich Büttelbrock, „Sportplatz-Fachmann“ beim SuS, die Situation um die Rasenplätze.

Flexibilität und Kreativität waren gefordert, wenn die Fußballer bei den bisherigen Witterungs- und Platzverhältnissen bei Laune gehalten werden sollen: Über ganze 113 Spielverlegungen und -absagen allein im Juniorenbereich wusste Jugend-Geschäftsführer Dietmar Vögeding zu berichten - und ein Ende des Winters und der Platzverhältnisse seien noch nicht abzusehen...

Und würden die Rasenplätze wieder „frei gegeben“, sei die Gefahr groß, dass sie wegen der enorm starken Beanspruchung der über 20 Fußballteams des SuS und der JSG Legden/Asbeck über die Maßen beansprucht würden. „Das zieht hohe Kosten für die Platz-Instandhalten und -Pflege für Gemeinde und Verein nach sich“, bemerkte Vögeding. Einen „Rattenschwanz für den Verein“ befürchtet er bei  der hohen Zahl von Spielabsagen und -ausfällen: „Da fehlen uns die Einnahmen im Clubheim oder belasten uns die Kosten für das Training in Soccerhallen oder für die Miete fremder Plätze wie etwa in Buurse.“ Und auf die „ersatzlos gestrichenen Spiele“ der Jugendmannschaften verwies er mit einem kräftigen Kopfschütteln.

Vorsitzender Friedhelm Kleweken sah den Antrag als Auftrag für den SuS-Vorstand: „Wir setzen uns mit allen Beteiligten - dazu gehört auch der FC Germania Asbeck - zusammen, um ein schlüssiges Konzept für einen Kunstrasenplatz zu erstellen. Die Entscheidung darüber, ob künftig in Legden auch auf Kunstrasen gespielt werden kann, muss die Politik fällen“, erklärte er. Für die Antwort auf die Detailfragen, die sich in der Versammlung ergaben wie etwa Standort und Finanzierung, sei es eindeutig zu früh, verdeutlichte Kleweken. Abzuwägen sei aber etwa eine Spenden-Aktion ähnlich wie beim Neubau des Clubheims oder bei der Anlage des Ricotenplatzes, gab er zu bedenken.

« Zurück zur Übersicht
Ein Angebot von