Kreuzschüler erobern Berlin

|   Heek

Schon im März geht es für die Schüler der Abschlussklassen 10 A und B der Kreuzschule in Heek in die Bundeshauptstadt. Die Schülerinnen und Schüler folgen damit unter anderem einer Einladung der SPD-Bundestagsabgeordneten Ingrid Arndt-Brauer.

Wenn die Schüler in Berlin ankommen, wird es dort etwas ruhiger zugehen: Denn es ist sitzungsfreie Woche, die Bundestagsabgeordneten bleiben also in ihren Wahlkreisen. Deshalb wurde ein Treffen mit der Finanzpolitikerin Arndt-Brauer vorgezogen und nach Heek verlegt. Dort nahm Arndt-Brauer sich zwei Schulstunden Zeit, um mit den Jugendlichen zu diskutieren. Nicht nur, wie sie zur Politik gekommen sei, sondern auch, wie es ihr 1999 möglich war, als Mutter von damals noch vier schulpflichtigen Kindern in den Bundestag zu gehen, erklärte Arndt-Brauer ausführlich. Und auch der Frage nach ihrem Verdienst ging die Abgeordnete nicht aus dem Weg. Das sei schließlich kein Geheimnis, so die Bundespolitikerin und wies darauf hin, dass die Angaben darüber auch im Internet zu finden seien. „Die Abgeordneten verdienen schon sehr gut“, gab Arndt-Brauer zu, machte aber auch deutlich, dass man nie wisse, ob man nach einer Legislaturperiode das Mandat nicht schon wieder abgeben muss, weil andere Kandidaten gewählt werden. Dann müsse man sich einen neuen Job suchen, genau wie in der freien Wirtschaft auch.

Unterstützt von Arndt-Brauer erarbeiteten die Schüler dann ein Bild über den Aufbau des staatlichen Systems. So lernten sie Alltag, Aufgaben und Kompetenzen eines Abgeordneten kennen – von Stadtrat, Kreistag und Landtag bis hin zum Bundestag und Bundesrat.

Mit den besten Wünschen für ihre Abschlussfahrt verabschiedete Arndt-Brauer die Jugendlichen. Die Kreuzschüler freuen sich bereits auf das Berliner Dungeon, eine mit Special Effects versehenen Zeitreise durch 800 Jahre Berliner Geschichte sowie die Erforschung unterirdischer Bauten mit der Stiftung Berliner Unterwelten. Und auch das Historische kommt nicht zu kurz: Die Schüler werden die Gedenkstätte Berlin Hohenschönhausen besuchen. Dort war von 1951 bis 1989 die zentrale Untersuchungshaftanstalt der Stasi untergebracht – die Einrichtung gilt heute als Erinnerungsstätte für die Opfer der Stasi. . Die Gedenkstätte zu besuchen, ist auch ein besonderes Anliegen von Arndt-Brauer. Sie empfiehlt allen Berlinreisenden einen Besuch – schließlich sind es ehemalige Zeitzeugen, die die Führungen durchs Haus übernehmen. Eine ideale Gelegenheit für die Schülerinnen und Schüler, Zeitgeschichte zu erleben, die ihren Weg noch nicht bis in die Geschichtsbücher der Schulen gefunden hat.

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