Kreisjugendamt spürt Auswirkungen der Corona-Krise

|   Vreden

Isabelle Rusche vom Kreisjungendamt war zur Sitzung des Ausschusses für Soziales, Gesundheit, Generationen und Ehrenamt in Vreden eingeladen worden, um über die Angebote zur Betreuung und Unterstützung der Familien und die Situation von Familien in der Corona-Pandemie zu berichten. Die CDU-Fraktion hatte beantragt, die Situation von Familien mit kleinen Kindern, die noch nicht in Bildungseinrichtungen betreut werden, in den Blick zunehmen. Isabelle Rusche ist Fachabteilungsleiterin der Nebenstelle Stadtlohn. Anhand einer Präsentation stellte sie die Arbeit des Allgemeinen Sozialen Dienstes und des Pflegekinderdienstes vor.

Im ersten Lockdown seien die Kontakte zunächst auf ein Mindestmaß eingeschränkt worden, ohne aber den Kinderschutz aus den Augen zu verlieren. Es wurden Strategien entwickelt, wie der Kinderschutz im Lockdown und auch bei Vorliegen einer Infektion sichergestellt werden kann.

Zum Stichtag 31. Oktober 2020 sei die Zahl der Meldungen nach § 8 a SGB VIII „Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung" circa doppelt so hoch gewesen wie in den beiden Jahren zuvor. In 20 Fällen sei eine Kindeswohlgefährdung eingeschätzt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet worden. Rusche betonte, dass die Kooperation mit den Schulen und der Kindertagesbetreuung sehr gut funktioniere. Mit den guten und auch niederschwelligen Angeboten des Caritas-Verbandes Ahaus Vreden e.V. und dem SkF Ahaus Vreden wäre Vreden gut aufgestellt.

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