KiBiz-Neuregelung muss Kitas von Verwaltungswust entlasten

|   Stadtlohn

Auf seiner Sommertour besuchte Thomas Kutschaty, der Vorsitzende der Landtagsfraktion der NRW-SPD, auf Einladung des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe das Rote Kreuz im Kreis Borken. Zu Gast war er im DRK-Familienzentrum „Prinz Botho“ in Stadtlohn. Insbesondere die Themen, wie Rechte der Kinder im Alltag der Tageseinrichtungen Berücksichtigung finden und in welcher Form Kinder an eigenständige Streitschlichtung herangeführt werden, interessierten den Gast laut Mitteilung des DRK-Pressedienstes.

Juliane Rehkamp, Leiterin der Prinz-Botho-Kindertageseinrichtung, erläuterte eindrucksvoll dem Besuch die pädagogische Arbeit. Unter anderem ist die Verknüpfung von Haupt- und Ehrenamt im Deutschen Roten Kreuz Bestandteil des Kita-Alltags. Dazu gehört, dass sich der DRK-Ortsverein Stadtlohn regelmäßig ehrenamtlich einbringt: Zum Beispiel können die Eltern der Kinder ein Mal pro Jahr kostenfrei den Kurs „Erste Hilfe am Kind“ beim Roten Kreuz absolvieren. Auch den Kleinen vermittelt das DRK auf kindgemäße Art und Weise erste Grundkenntnisse der Ersten Hilfe.

Neben Thomas Kutschaty nahmen auch der Vizepräsident des DRK-Landesverbandes, Heinz-Wilhelm Upphoff, und Landesverbandsvorstand Dr. Hasan Sürgit sowie Aloys Eiting, Vorsitzender des Präsidiums im DRK-Kreisverband, die Gelegenheit war, mehr über die Arbeit zu erfahren. Dr. Hasan Sürgit: „es hat uns sehr viel Freude bereitet, einen lebhaften fröhlichen Ort vorzufinden, an dem die Kinder Spaß an der Sache lernen können, ihre individuellen Fähigkeiten gefördert werden und die Werte des DRK gelebt und vermittelt werden.“

Ein Aspekt der Gespräche, die Marlis Spieker Kuhmann als Geschäftsführerin der Prinz Boto gGmbH, Jürgen Puhlmann als Vorstand des Kreisverbandes und Helmut Könning als Aufsichtsratsvorsitzender mit den Gästen führten, war die zu erwartende Neuregelung des Gesetzes für Kindertagesstätten. Es wurde deutlich, dass eine neue Regelung des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) die Einrichtungen von einem in den vergangenen zehn Jahren entstandenen Verwaltungswust entlasten müsse. Auch bezogen auf die von der Politik in den letzten Jahren erhöhten Anforderungen an die Einrichtungen, erwartet der Träger Klarheit und die Bereitstellung der notwendigen Ressourcen.

Am Rande wurde zudem über den Namensgeber der Kita, Botho Prinz zu Sayn-Wittgenstein, gesprochen, den Heinz-Wilhelm Upphoff persönlich kannte. Upphoff freute sich darüber, dass eine Kita im DRK-Landesverband Westfalen durch die Namensgebung an Prinz Botho, der wichtige Impulse in die Entwicklung des Deutschen Roten Kreuzes eingebracht habe, erinnert. Er wolle diese Information gerne an die Familie weitergeben.

Thomas Kutschaty bedankte sich bei allen Rotkreuz-Vertretern für die detaillierte Information, die tolle Gesprächsatmosphäre und die leckere Verpflegung. Er sagte zu, die Anregungen in die Diskussion seiner Fraktion einzubringen.

www.DRKBorken.de

« Zurück zur Übersicht
Ein Angebot aus dem Medienhaus Lensing