Kegelclub besichtigt seine Kreuzwegstation

|   Stadtlohn

Vor mehr als 12 Jahren hat der viel zu früh gestorbene Künstler Uwe Esperester einen Kreuzweg geschaffen. Das Konzept dieses begehbaren, interaktiven Kreuzwegs, der zu Diskussionen und zum Nachdenken anregen will, hatte er gemeinsam mit Prof. Heinrich Greving und Johannes Willenberg und mit Unterstützung der Pfarrgemeinde St. Otger entwickelt. Es sah vor, dass der Kreuzweg nach einer ersten Ausstellung in Stadtlohn an vielen weiteren Orten gezeigt werden sollte. Das Konzept sah ebenfalls vor, dass die einzelnen Stationen von Firmen, Privatpersonen oder auch Gruppen gesponsert werden sollten. Und hier kam im Jahr 2011 der Kegelclub „De Schaöpe“ ins Spiel. Nach einer Schiffsreise in der türkischen Ägäis aus Anlass des 35. Gründungsjubiläums wurde gesammelt und mit diesem Geld die neunte Station „Jesus fällt zum dritten Mal unter dem Kreuz“ gekauft. Kurz vor dem 46. Gründungsjubiläum hat der Club es nun geschafft, seine Kreuzwegstation nach vielen Jahren auch direkt in Augenschein zu nehmen.

Im Otgerushaus in Stadtlohn, dem ständigen Domizil des Kreuzwegs, erläuterte Prof. Heinrich Greving die Entstehungsgeschichte und das Konzept des Kreuzwegs. Er erklärte die Bildsprache und die in allen Bildern enthaltenen Farben, Zeichen und Symbole. Ganz besonders ging er dann auf die Bildsprache der neunten Station ein: der einstürzende Tempel, die Sichel des Todes, der alles zertretende Fuß. (Siehe Foto; oder auch: Dimensionen – Wege zum Kreuz, Don Bosco Medien GmbH, 2010).

Sehr anschaulich schilderte Heinrich Greving auch die verschiedenen Ausstellungsorte, an denen der Kreuzweg bisher bereits gezeigt werden konnte, und die dazu nötige Organisation und Logistik. Er konnte aber auch von sehr persönlichen Erlebnissen an den jeweiligen Ausstellungsorten berichten, etwa mit Schülern in Deutschland oder auch mit Kardinälen und Klerikern im Vatikan. Für die Kegelbrüder war das alles ein ganz besonderer Zugang zu ihrem Bild. Sie bedankten sich herzlich bei Heinrich Greving und wünschten ihm viel Erfolg bei der Vorbereitung weiterer Ausstellungen dieses ganz besonderen Kreuzweges.

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