KAB-Radtour führt durch Overijssel

|   Ahaus

Die schon traditionelle Männerradtour der KAB St. Paulus Ahaus führte in diesem Jahr durch die niederländische Provinz Overijssel. Ausgestattet mit dem Reisesegen von Pfarrer Plaßmann ging es frühmorgens zunächst mit einem Bus mit Fahrradanhänger bis Wierden bei Almelo. Von dort startete die Gruppe bei guter Stimmung und geführt von der Fahrrad-Navigation Komoot auf die erste Etappe von rund 70 Kilometern in Richtung Nordwesten. Bald stellte sich aber heraus, dass die „leichte Brise" Gegenwind sich in den Waden bemerkbar machte. „Die haben wir an den beiden nächsten Tagen im Rücken", so ein Teilnehmer. Wie man sich doch leicht irren kann.

Mit kurzen Versorgungspausen ging es dann durch Ommen und Meppel zum ersten Etappenziel nach Giethoorn, dem „niederländischen Venedig". Übernachtet wurde zu viert in schönen, geräumigen und ruhig gelegenen Bungalows, ideal für kleine Gruppen und Familien. Zu jeder Unterkunft gehörte ein „Flüsterboot" mit elektrischem Antrieb, wovon auch ausgiebig Gebrauch gemacht wurde.

Am nächsten Morgen ging es in Gegenrichtung. Aus dem erhofften Rückenwind wurde nichts. Der Wind hatte sich über Nacht gedreht und blies überwiegend von vorne, was auf dem flachen Land mit wenig Windschutz besonders unangenehm war, vor allem, wenn es kilometerweit über Deiche ging. Frühstückspause war nach zwölf Kilometern in Zwartsluis, denn das Versorgungsteam benötigte ja etwas Zeit zum Einkaufen. Nach dem Frühstück ging es dann weiter nach Zwolle, dem Verwaltungssitz von Overijssel. Dort war genügend Zeit, um den historischen Stadtkern dieser lebendigen Großstadt zu besichtigen. Weiter ging es in Richtung Hellendoorn. Dort wurde es langsam hügelig. Nichts Besonderes – vielleicht vergleichbar mit dem Schöppinger Berg – aber wenn man schon 60 Kilometer bei Gegenwind hinter sich hatte, kam es den Teilnehmern wie die persönliche Alpe d'Huez vor. Deshalb musste bei Ankunft im Hotel „als erstes der Flüssigkeitsspiegel aufgefüllt werden" – so die einhellige Meinung.

Ausgeruht ging es am nächsten Morgen unter nicht minder widrigen Umständen durch den Nationalpark „De Sallandse Heuvelrug", wo die Gruppe in eine Veranstaltung des Niederländischen Radsportverbandes geriet. An einer Stempelstelle machten sie eine Pause. Einen Stempel gab es für sie nicht. Sie durften aber eine Gruppenaufnahme neben dem Verbandsbanner machen. Sportlich gefordert wurden die Männer noch einmal mit ein paar Kilometern Umweg, weil eine Brückenbaustelle dem Versorgungswagen den Weg zum vereinbarten Mittagsziel verwehrte. Letzter Stopp in den Niederlanden war die Ahauser Partnerstadt Haaksbergen, wo am Wochenende allerhand los war.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Niederlande ein lohnendes Ziel für Radfahrer sind: begleitende Radwege an fast allen Straßen und keine Bedarfsam­peln wie in Deutschland, die Radfahrer werden immer in den fließenden Verkehr eingebunden.

« Zurück zur Übersicht
Ein Angebot von