Jugendaustausch bringt bleibende Erinnerungen

|   Ahaus

Wenn aus Begegnungen tiefe länder- und kulturübergreifende Freundschaften werden, hat ein Austausch großartig funktioniert. Um sich wirklich mit anderen Gewohnheiten, Religionen und das Leben in anderen Kulturkreisen auseinanderzusetzen, ist es nötig, sich vollkommen darauf einzulassen. Das ist beim zehnten Austausch, in Trägerschaft des Vereins zur Förderung der Jugend- und Familienarbeit St. Josef Ahaus e.V.,  zwischen Ahaus und Shoham überhaupt kein Problem gewesen.

Im August dieses Jahrs kamen neun Israelis nach Ahaus und wohnten in Gastfamilien vor Ort. Nach anfänglicher Schüchternheit lernten sich die Jugendlichen gut kennen. Alle sind in schöner Erwartung auf baldiges Wiedersehen nach zehn Tagen auseinandergegangen. In den Herbstferien erfolgte dann der Rückbesuch der elf Ahauser Mädels nach Israel. Mit dem Flugzeug nach Tel Aviv ist das nur ein Katzensprung entfernt. Auch in Shoham sind alle Ahauser in den Gastfamilien ihrer Austauschpartner untergekommen. Dort stand vor allem der Austausch untereinander im Vordergrund. Wie leben israelische Familien eigentlich? Wie verbringen sie ihre Feiertage? Was essen die da eigentlich? Fragen die, die Deutschen jetzt erfahrungsgemäß gut beantworten können. Ein glücklicher Zufall war das Timing der Reise nach Israel. Es wurde gerade Sukkot, das Laubhüttenfest, im Judentum gefeiert. Dadurch konnten die Deutschen Einblicke in religiöse Traditionen und typisch israelische Gerichte bekommen.

Schöner Nebeneffekt war dann das Land Israel erkunden zu können. Holon, Haifa. Nazareth, Tel Aviv, Jerusalem standen auf dem Programm. Highlights waren definitiv Masada, die uralte Festung mitten in der Wüste, das anschließende Kamelreiten in der Negev Wüste und die Orte Jerusalem und Nazareth, die sehr viel mit dem Christentum zu tun haben und daher für alle sehr interessant waren. Yad Vashem, das Holocaust Museum, war für alle ein sehr emotionaler Ausflug in die Vergangenheit beider Kulturen. Dort wurde aber allen klar wie gut man sich als Gruppe kennengelernt hat und wie tief die Bindung schon ist – sehr beeindruckend.

Fazit des Austausches ist, dass mal wieder klar geworden ist, wie wichtig es ist, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen, sich immer wieder auf Neues einzulassen, zu sehen, dass es mehr Farben als schwarz und weiß gibt, Menschen aus anderen Ländern kennen und lieben zu lernen und sich darauf freuen können sich eines Tages wiederzusehen.

Wer Lust auf eine genauso schöne Erfahrung bekommen hat, kann sich schon mal merken, dass der nächste Jugendaustausch zwischen den beiden Städten in den Sommer- und Herbstferien 2021 stattfinden wird. Der Jugendaustausch wurde gefördert vom Bundesministerium für Familie und Jugend, der Stadt Ahaus und dem Lions Club Nordwest-Münsterland.

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