Josef Vortmann vom Kolping-Bildungswerk verabschiedet

|   Kreis Borken

„In Rente“ ist er seit dem 31. Dezember. Aber ohne eine Abschiedsfeier wollte man Josef Vortmann (Marl) nicht gehen lassen. Immerhin war er 35 Jahre in Diensten des Kolping-Bildungswerkes Diözesanverband (DV) Münster. Einen Gottesdienst hatte sich der Dipl.-Theologe Josef Vortmann zum Auftakt gewünscht. Um Danke zu sagen für ein erfolgreiches Berufsleben. Wohl aber auch, um Kraft zu erbitten für seine neue Aufgabe, der er sich als Neu-Rentner verschrieben hat: Er ist im Vorstand des ambulanten Hospizvereins Marl und will sich als ausgebildeter Trauerbegleiter ehrenamtlich seinen Mitmenschen zur Seite stellen. Im Wohnort Marl kennt man Josef Vortmann zudem als engagierten Schützenbruder und hoch zu Ross als St. Martin.

Über 60 Festgäste, aktuelle wie ehemalige Kolleginnen und Kollegen, Kooperationspartner, Geschäftsleitung, Vertreter des Diözesanvorstandes und natürlich die Familie verfolgten beim anschließenden Frühstück aufmerksam die Dankesworte seitens des Dienstgebers. Uwe Slüter, Geschäftsführer des Kolping-Bildungswerkes, erinnerte an die beruflichen Stationen von Josef Vortmann, der am 1. Nov. 1983 seinen Dienst beim Diözesanverband Münster in der Beruflichen Bildung begann. Und diese, so Slüter, habe Josef Vortmann „maßgeblich mitgeprägt“. Betätigte sich doch das Kolping-Bildungswerk ebenfalls erst seit Anfang der 80-er Jahre in berufsvorbereitenden und berufsqualifizierenden Maßnahmen, bei Beschäftigungsprojekten oder Integrationsmaßnahmen. Somit sei die Geschichte des Josef Vortmann eng mit der des Kolping-Bildungswerkes verknüpft.

Während seiner 35-jährigen Tätigkeit stand er mehr als elf Jahre zudem halbtags beim Bischöflichen Generalvikariat Münster für die Beratung, Begleitung und Betreuung von Beschäftigungs- und Arbeitsloseninitiativen zur Verfügung. „Jugendliche sollten für den Berufseinstieg fit gemacht werden. Die Eingliederungschancen für ausländische junge Menschen sollten erhöht werden“, erinnert Uwe Slüter an die Aufgaben des Bildungswerkes: „Neben vielen Maßnahmen in den Kreisen Coesfeld und Warendorf gehörte der Einsatz in Waren, in der ehemaligen DDR auch dazu. Das war die erste Umschulungsmaßnahme, die überhaupt im Arbeitsamtsbezirk Neubrandenburg durchgeführt wurde.“ Und bei der Vielzahl an Geflüchteten in jüngster Zeit habe Josef Vortmann wiederum mit viel Herzblut mitgeholfen, den jungen Menschen Heimat und Berufsvorbereitung zu geben. Dreizehn Jahre hatte er als Prokurist in der Geschäftsleitung für diese Abteilung des Bildungswerkes Verantwortung. 18 Jahre war er Abteilungsleiter für verschiedene Zuständigkeiten, so auch für den Diözesanfachausschuss „Arbeit und Soziales“ und als Verbandsreferent für diese Themenfelder. Bis zur Aufnahme in die Geschäftsleitung vertrat Josef Vortmann als Mitarbeitervertretung die Belange seiner Kolleginnen und Kollegen. Slüter wünschte Sozialpädagogin Andrea Schartel als Nachfolgerin von Josef Vortmann eine gute Hand für die Aufgabenfelder aus dem Fachbereich der Beruflichen Bildung.

Die Kolleginnen und Kollegen indes dankten ihm, gaben alles und lernten sogar die Schalke Hymne. Ihnen war klar: Ein Abschiedsständchen mit vielen Anekdoten aus dem Berufsleben des beinharten Schalke-Fans Josef geht nur mit Schalke! Uwe Slüter fand für seinen kompetenten Mitarbeiter sehr lobende Worte, die von den Festgästen gar mit Standing Ovations für Josef Vortmann bestätigt wurden. „Sie haben für unser Kolping-Bildungswerk Ihre ganze Energie in unsere Projekte gesteckt und die Ihnen anvertrauten Klienten immer wieder motiviert. Wir werden Sie nicht nur als Mitarbeiter vermissen, sondern besonders auch als Mensch hier in unserer Mitte.“ Für die Zeit in der Rente wünsche man ihm nur das Allerbeste, das habe er sich redlich verdient! „Lassen Sie es sich gut gehen!“

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