Johannes-Förderwerk sucht weitere Ehrenamtliche

|   Stadtlohn

Obwohl die Johannesschule, Förderschule der Stadt Stadtlohn, im Zuge der Umsetzung der Inklusion im Land NRW aufgelöst wurde, leistet das Johannes-Förderwerk als damaliger enger Kooperationspartner und Mitträger der Johannesschule weiterhin als Institution in Stadtlohn viele Aufgaben. Nach der Auflösung der Johannesschule haben sich mit Genehmigung des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben in Köln zwei selbstständige Einsatzstellen für den Bundesfreiwilligendienst bilden müssen. Die Verwaltung der neuen  Einsatzstelle „Johannes-Förderwerk-Losbergschule“ ist weiterhin im Verwaltungstrakt der ehemaligen Johannesschule untergebracht.

Insgesamt können in der Losbergschule drei Bundesfreiwillige für ein Jahr ihren Freiwilligendienst ableisten. Eine Stelle ist für das kommende Schuljahr 2019/20  noch zu besetzten. In der Losbergschule werden die Freiwilligen als pädagogische Unterrichtshilfe schwerpunktmäßig bei den integrativen und inklusiven Aufgaben eingesetzt. In der Johannes-Reithalle sind im Reittherapiezentrum Stadtlohn fünf Stellen für den Bundesfreiwilligendienst genehmigt. Eine Stelle ist noch zum Sommer  frei. Das Johannes-Förderwerk nimmt die gesamte Personalverwaltung der Einsatzstellen wahr. Um die finanziellen und wirtschaftlichen Aufgaben beim Johannes-Förderwerk zu bewältigen, werden wie in den letzten 40 Jahren Produkte für den Verkauf im Johannes-Lädchen hergestellt. In der Holzwerkstatt arbeiten zurzeit montags  abends zehn ehrenamtliche Mitarbeiter und fertigen zurzeit marktgerechte Produkte wie Vogelnistkästen und Insektenwohnungen. Um den Aufträgen gerecht zu werden, fehlen im Holzbereich  bis sechs freiwillige Mitarbeiter. Im textilen Bereich stellen fachkundige Frauen saisonal verteilt Schürzen, Tischdecken, Strickwaren, Körnerkissen und Puppenkleidung her. Auch dort fehlen mehrere freiwillige Näherinnen, um der Auftragslage gerecht zu werden. Mit Begabung und Talent sind im Kunst-Studio zurzeit fünf Künstlerinnen beschäftigt und gestalten die Holzprodukte  farbig und künstlerisch. Auch hier könnten noch weitere Plätze belegt werden. Zwölf Frauen und Männer leisten wöchentlich im Wechsel im Johannes-Lädchen in der Dufkampstraße ehrenamtlichen Dienst. Sie beraten die Kunden aus Stadtlohn und von auswärts und verkaufen die selbst hergestellten Produkte, die zum Großteil Unikate sind. Auch das Johannes-Lädchen braucht dringend Mithilfe im Verkauf und in der Dekoration.

Das Johannes-Förderwerk ist aus wirtschaftlichen Gründen seit 40 Jahren weiterhin auf ehrenamtliche Mithilfe angewiesen, um die inklusiven und integrativen Aufgaben  bei den förderbedürftigen Kindern und Jugendlichen  in Kooperation jetzt mit der Losbergschule zu stemmen. Ferner müssen die Personal-  und Sachkosten im Reittherapiezentrum Stadtlohn getragen werden, die allein durch den Mitgliedsbeitrag im Reiten und in der Reittherapie nicht gedeckt sind.

Allein beim Johannes-Förderwerk arbeiten in allen Bereichen seit 40 Jahren im Ehrenamt wöchentlich circa 40 Personen mit 200 freiwilligen Wochenarbeitsstunden. Dies entspricht nach 40 Jahren Existenz des Johannes-Förderwerkes in Stadtlohn einer Gesamtsumme von 384.000 geleisteten ehrenamtlichen Arbeitsstunden, die förder- und hilfsbedürftigen Kindern und Jugendlichen  in Stadtlohn und Umgebung zugute kommen.

Im 40. Jubiläumsjahr 2020 kann das Johannes-Förderwerk in Stadtlohn auf erfolgreiche Jahre als gemeinnütziger Verein in der Behinderten- und Bildungsarbeit zurückblicken. Um die gemeinnützige Arbeit fortführen zu können, braucht das Johannes-Förderwerk dringend ehrenamtliche Unterstützung und Mithilfe in der Produktion und im  Verkauf im Johannes-Lädchen. Freiwillige Männer und Frauen  können sich in der Verwaltung des JFW in der Johannesschule, Tel. 02563/4044019, und im Johannes-Lädchen, Tel. 205300, melden. „Ein guter Geist bewegt“, so Alfred Kramer und Franz Marpert vom Vorstand des Johannes-Förderwerkes.

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