Interkultureller Stadtrundgang

|   Vreden

"Meine Stadt Vreden (neu) entdecken" - unter diesem Motto waren Zugewanderte und Einheimische im Rahmen der Interkulturellen Woche eingeladen, mit der Historikerin Ingeborg Höting Neues und Bekanntes zu erkunden. Der Rundgang  bot die Möglichkeit miteinander ins Gespräch zu kommen, Neues und Bekanntes vor Ort zu erkunden und wichtige Stationen des öffentlichen Lebens, aber auch Interessantes für den privaten Alltag kennenzulernen.

Treffpunkt war beim Pfarrheim St. Georg. Mit Informationen zu der Stiftskirche begann der diesjährige interkulturelle Stadtrundgang. Die Öffentliche Bücherei St. Georg war die zweite Station. Michael Schürmann, Mitarbeiter der Öffentlichen Bücherei St. Georg, stellte das breit gefächerte Angebot an Medien, insbesondere mehrsprachige Bücher und Bildwörterbücher vor, die wichtige Wörter aus dem Alltag in Bild und Schrift darstellen. Anschließend ging es direkt ins Nachbargebäude. Hier gab es einen kurzen Überblick über die Dauerausstellung zum Thema Grenze und die Lampenausstellung. Durch die Gasthaus- und Mauerstraße ging es weiter zum Weltladen. Dort konnten "fair gehandelte" Produkte erworben werden und es wurde erklärt, warum der faire Handel so wichtig ist. Ein letzter Anlaufpunkt waren die Stolpersteine beim Standpunkt der ehemaligen Synagoge. Durch die in den Boden eingelassenen Stolpersteine, auf denen die Namen von deportierten Juden genannt sind, wird deutlich, dass Flucht und Vertreibung Themen sind, die niemals in Vergessenheit geraten sollten.

Im kleinen Sitzungssaal des Rathauses bestand abschließend die Gelegenheit zu einem Austausch mit Bürgermeister Dr. Christoph Holtwisch. Der Spracherwerb sei die wichtigste Grundlage "um dauerhaft im Alltag klar zu kommen", betonte Bürgermeister Dr. Holtwisch. Dabei sei es wichtig neben der Teilnahme an den Kursen parallel viel selbst zu lernen, sei es durch Lesen oder durch persönliche Kontakte mit deutschen Mitbürgerinnen und Mitbürgern. Im Anfang sei es sicherlich anstrengend, man brauche Zeit, Geduld und auch Mut. Zum Abschluss der rund zweistündigen Veranstaltung wurden der große Sitzungssaal und das Büro des Bürgermeisters besichtigt.

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