Interessante Einblicke in das Kult-Archiv

|   Vreden

Über 50 Personen nutzen die Möglichkeit, sich über die Inhalte und die Aufgaben des neuen Archivs im kult zu informieren. Zur Begrüßung erläuterte kult-Leiterin Corinna Endlich kurz das kult, den "Knotenpunkt für Kultur" und stellte Ziele und Aufgaben vor. Sie wies auf die Dauerausstellung zum Thema Grenze hin, auf die verschiedensten Veranstaltungen im kult und berichtete über Wege, um auch junge Menschen einzubeziehen. Anschließend gab Kreisarchivarin Renate Volks-Kuhlmann eine Einführung zu den Fragen "Was ist ein Archiv" und "Wie können die Archive und die Bibliothek im kult genutzt werden?"

Im Lesesaal des Archivs waren Protokollauszüge, Briefe, Fotos, Karten und Gesetzesblätter ausgestellt. Anhand dieser Archivalien ging Volks-Kuhlmann auf die Entstehung der Grenze, die Auswirkungen auf das Leben der Menschen sowie den Beginn der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit am Beispiel der Hollandhilfe nach der Flutkatastrophe 1953 ein. In der Bibliothek werden zahlreiche Veröffentlichungen, die das Grenzgebiet und den Kreis Borken betreffen, aufbewahrt. Hierzu gehört auch die sogenannte "graue Literatur", das sind zum Beispiel Festschriften von Nachbarschaften, Vereinen und Verbänden. Auch diese Schriften gehören zur Geschichte des westlichen Münsterlandes und werden, soweit das Archiv davon Kenntnis erhält, archiviert. Nach der Besichtigung des Magazins, der "Schatzkammer" des Archivs, zeigte Mona Kukovic wie Archivalien sachgerecht dauerhaft aufbewahrt werden. Alle Metallteile wie Heft- oder Büroklammern werden zunächst entfernt, die Unterlagen gesichtet, verschlagwortet und dann in entsprechende Archivgutbehälter "umgebettet". "Alles kann nicht aufbewahrt werden" so Kukovic auf Nachfrage, die Entscheidung, was für die Nachwelt interessant sei, sei Aufgabe des Archivars. Wer vor Ort nach Material zu einem bestimmten historischen Thema in den Archivbeständen und der Fachbibliothek recherchieren möchte, möge sich bitte vorher per E-Mail oder telefonisch mit dem Themenwunsch anmelden, damit schon vorbereitende Arbeiten ausgeführt werden können, bat Volks-Kuhlmann.

Im Archiv im kult wird das "historisches Gedächtnis" der Stadt Vreden und des Kreises Borken aufbewahrt: das Kreisarchiv Borken und das der Rechtsvorgänger, der Landkreise Ahaus und Borken, das Vredener Archiv bis 1969 und das des Amtes Ammeloe. Der Ausschuss für deutsch-niederländische Zusammenarbeit und Städtepartnerschaften des Rates der Stadt Vreden und der Heimat- und Altertumsverein der Vredener Lande e.V. hatten gemeinsam zu dieser Veranstaltung eingeladen. Heimatvereinsvorsitzender Guido Leeck bedankte sich im Namen der Veranstalter für die interessanten Einblicke in die Arbeit des Archivs bei Renate Volks-Kuhlmann und Mona Kukovic.

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