Insektenhotels fördern das Fortleben der Wildbienen

|   Stadtlohn

„Wenn es keine Bienen mehr gibt, muss der Mensch nach vier Jahren sterben“, erklären Wissenschaftler in Amerika. Um die Befruchtung bei den Blütenpflanzen zu sichern, bringen LKW die Bienenstöcke mit den Honigbienen in Amerika bereits von Ort zu Ort. In China bringen Menschen manuell Pollenstaub mit Stäbchen auf die Blütenstempel, damit sie Frucht ansetzen. Unsere Bundeslandwirtschaftsministerin und die EU sind auf dem richtigen Weg, teilt das Johannes-Förderwerk aus Stadtlohn mit. Sie forderten ökologische Landwirtschaft und strebten politisch Bio-Diversität an und förderten Brachlandschaften und Blühstreifen, nicht mehr Herbizide.

Von über tausend verschiedenen Wildbienen existieren bei uns nach Zählungen nur noch gerade 500 Arten. Die Obstbauern auch in Deutschland stellen bereits Kästen mit Kokons von Wildbienen in die Obstplantagen, um den Bestand der Wildbienen zu sichern für die Bestäubung und später für die Ernte im Herbst. Auch wegen der Urbanisierung und der täglichen Vernichtung von Naturlandschaften haben es Insekten schwer, natürliche Orte für die Eiablage zu finden. Hier kann der Mensch helfen und unterstützen, indem er den Solitärbienen Nisthöhlen für die Eiablage anbietet. Zunächst das Wichtigste: Die Wildbienen leben alleine, solitär, und stechen nicht. Sie suchen Löcher im Holz, die Mauerbiene schafft sich Löcher in den Fugen des Mauerwerks, die Erdhummel sucht gerne alte Mäusenester im Boden oder alte Vogelnester in Nistkästen.

Mit Insekten-Hotels oder Nisthilfen für Insekten kann man das Leben und Fortleben der Wildbienen unterstützen. Beim Bau der Insektenwohnungen muss man vieles beachten. Vieles ist grundlegend falsch, auch bei den käuflich zu erwerbenden Nisthilfen. Um den Wildbienen artgerechte Nisthilfen anzubieten, sollte man sie bis Kopfhöhe in die pralle Sonne nach Süden aufhängen. Sie sollten einen trockenen Platz haben, vorm Regen geschützt. Ein Dach auf dem Insekten-Hotel wäre günstig. Da die Solitärbienen friedlich und nützlich sind, kann man die Nisthilfen überall aufhängen. Im Garten kann man jetzt schon stundenlang die bienenfleißigen Wildbienen vor den Nisthilfen beobachten, wie sie anfliegen, ihr Loch suchen. Man kann die Arten bestimmen, ihr Rein- und Rausschlüpfen beobachten. Förderlich ist es, wenn bienenfreundliche Pflanzen, Obstbäume oder eine Wildblumenwiese in der Nähe wären.

Wer nicht die Voraussetzungen für Eigenbau hat, kann artgerechte Nisthilfen für Wildbienen in allen Variationen und Größen im Johannes-Lädchen, Dufkampstraße 16, erwerben. Sie werden von Ehrenamtlichen für den guten Zweck gefertigt. Man kann auch mit Nisthilfen den Garten dekorieren und naturnah möblieren. Coronabedingt haben alle Nisthilfen in den Schaufenstern Nummern. Über die Handy-Nummer 0163 - 701 83 57 kann bestellt werden.

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