Gute Chancen für Jugendliche im Kreis

|   Ahaus

Die Jugendlichen im Kreis Borken haben gute Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Das durfte die heimische Landtagsabgeordnete Heike Wermer bei einem Besuch des Berufsorientierungszentrums (BOZ) in Ahaus feststellen. Das BOZ unterstützt Jugendliche aus dem Kreis Borken bei dem Übergang von der Schule in den Beruf und darüber hinaus.

In Gesprächen mit Norbert Buß (Leiter BOZ), Marina Uhr (Begleirung betriebliche Ausbildung) und Beate Gesing (Jugendhilfe) wurden die vielfältigen Aufgabenfelder des BOZ beleuchtet. Neben Berufswahlorientierung, welche bereits in Schulen beginnt, unterstützen die Fachkräfte Jugendliche in der Berufsvorbereitung und während und nach ihrer Ausbildung. Dabei werden immer auch die Eltern und Betriebe mit einbezogen. In besonderen Jugendhilfe-Angeboten werden derzeit 26 Jugendliche beruflich orientiert und auf den Übergang in das Berufsleben vorbereitet. Die Unterstützung ist praxisnah und wird individuell auf jeden Einzelnen abgestimmt.

Bei einem Rundgang durch das Berufsorientierungszentrum durfte Heike Wermer unter anderem die Mal- und Holzwerkstätten besichtigen. Hier werden Jugendliche von Fachkräften in verschiedene handwerkliche Berufe eingearbeitet und oftmals auch an offene Praktikums- oder Ausbildungsstellen vermittelt. Neben den Werkstätten gibt es im BOZ auch eine sogenannte erlebnispädagogische Halle, eine große Kletterhalle, in der die Jugendlichen Sozialkompetenzen und Teamwork auf spielerische Art erlernen können.

Auf dem Programm stand außerdem ein Besuch im „Haus der Integration“ an der Hindenburgallee. Anna Fleer (Sozialarbeiterin) und Marina Butzert (Pädagogin) führten Heike Wermer durch eine Werkstatt und einen kleinen Unterrichtsraum, welche speziell von jugendlichen Flüchtlingen genutzt werden. Sie bekommen im „Haus der Integration“ die Möglichkeit, einen strukturierten Tagesablauf in Anspruch zu nehmen, lernen Deutsch, kochen gemeinsam, arbeiten in der Werkstatt oder im Garten.

„Oft steckt in den jungen Geflüchteten viel Frust und Aggression, da sie meist nur eine schlechte Bleibeperspektive in Deutschland haben“, so Anna Fleer. Die Beschäftigungen im „Haus der Integration“ seien wichtig gegen den „sozialen Sprengstoff“. „Es ist gut, dass es mit dem „Haus der Integration“ und den dortigen Angeboten der BOZ-Werkstatt oder des Cafés „Fairwert-Bar“ eine Begegnungsstätte für die Geflüchteten und Ahauserinnen und Ahauser gibt“, so Heike Wermer, integrationspolitische Sprecherin der CDU Landtagsfraktion.

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