Gruppe aus Ahaus besucht den Bundestag

|   Ahaus

Eine 40-köpfige Gruppe aus Ahaus und dem niederländischen Haaksbergen besuchte jetzt den direkt gewählten Bundestagsabgeordneten und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn im Deutschen Bundestag. Im Rahmen einer Bildungsfahrt des Deutschland- und Europapolitischen Bildungswerks war die deutsch-niederländische Delegation für fünf Tage zu Gast in der Hauptstadt. "Ihre gemeinsame Reise ist gelebtes Europa", begrüßte Spahn die Besucher aus seiner Heimatstadt Ahaus und aus den benachbarten Niederlanden. "Doch dieses gute Verhältnis zwischen Deutschland und den Niederlanden dürfen wir nicht als Selbstverständlichkeit betrachten", sagte Spahn. Gerade im Jahr der Europawahl und in Zeiten zunehmender Europaskepsis sei es wichtig, dass Frieden, Wohlstand und Sicherheit in Europa nicht selbstverständlich seien, betonte Jens Spahn.

Neben dem großen Thema Europa diskutierten Spahn und seine Gäste auch über Gesundheitspolitik. Dabei wies der Bundesgesundheitsminister darauf hin, dass er noch vor kurzem den niederländischen Amtskollegen Hugo de Jonge getroffen habe. "Die Struktur der Gesundheitsversorgung in Deutschland ist anders als im Nachbarland, das sieht man an der Zahl der Krankenhäuser", so Spahn. Während die Niederlande bei rund 16 Millionen Einwohner mit 132 Krankenhäusern auskomme, wären es im Deutschland knapp 2000 für 80 Millionen. Auch über eine mögliche Impfpflicht diskutierte Spahn mit seinen Gästen und verdeutlichte, dass er sie für Kinder in Schulen und Kindergärten befürworte. "Denn dort geht es nicht nur um die Gesundheit des eigenen Kindes, sondern auch um Solidarität zu anderen Kindern", sagte Spahn. Nach rund einer Stunde lebhafter Diskussion verabschiedete sich Spahn von den deutsch-niederländischen Gästen, die im Anschluss noch den Plenarsaal im Reichstag besichtigten.

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