Große Freude bei der Auszeichnungsveranstaltung

|   Gescher

Wie lassen sich Auszubildende bestmöglich fördern? Wie stellen sich Unternehmen attraktiv für Auszubildende auf – heute und morgen? Wie gewinnt man überhaupt Azubis? Die vierte Runde der Personalarbeitsinitiative # einfach machen stellte jetzt 30 Unternehmen und Institutionen aus den Kreisen Borken und Coesfeld mit ihren vorbildlichen Maßnahmen ins Rampenlicht.

Feierliche Abschlussveranstaltung

Zahlreiche Unternehmen, Ausbilderinnen und Ausbilder sowie Auszubildende waren der Einladung der Initiatoren, WFG für den Kreis Borken, wfc Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld, Agentur für Arbeit Coesfeld und der Regionalagentur Münsterland, zur feierlichen Abschlussveranstaltung auf dem d.velop Campus in Gescher gefolgt.

14 Preisträger aus dem Kreis Borken

Aufgrund ihrer vorbildlichen Best-Practice-Ideen, Maßnahmen und Projekte zum Leitthema Zukunftsfaktor ‚Ausbildung‘ durften sich diese Unternehmen aus dem Borken über eine Auszeichnung freuen: AE Pflegedienst, d.velop, Team Meuter, Shopware, Caritasverband Ahaus-Vreden, H. Klingenberg, Brüninghoff, Spaleck, Best it, Grunewald, Tenbrink, Sparkasse Westmünsterland, Pfreundt, Keizers Türen + Konzepte.

In den Kategorien Unternehmenskultur, Azubi-Benefits und Azubi-Marketing überzeugten sie durch Azubi-Maßnahmen wie Naturschutzprojekte, Mentorenprogramme, den Bau einer Hundevilla, Azubidienstwagen, Feedbackkultur, Onboarding-Programme, Auslandspraktika, Azubi-Fahrdienst, Ausbildungsbotschafter, Social-Media-Kampagnen. Alle Maßnahmen machten deutlich, dass die Auszubildenden mit hoher Eigenverantwortung, zumeist in Teams und unter wertschätzender Begleitung der KollegInnen und AusbilderInnen agieren.

Hohe Ausbildungskultur

„Die Fülle der Maßnahmen, die uns bei unserer Recherche von den Unternehmen präsentiert wurden, hat uns sehr beeindruckt und zeigt die hohe Ausbildungskultur, die bei regionalen Unternehmen herrscht“, so Projektleiterin Veronika Droste vom WFG-Team Fachkräftesicherung und WFG-Geschäftsführer Dr. Daniel Schultewolter ergänzt: „Damit sind sie wertvolle Impulsgeber für andere Unternehmen, um eigene Konzepte zu entwickeln und ihre Position im Wettbewerb um Fachkräfte zu verbessern. Insgesamt sind wir im Bereich Ausbildung in der Region sehr gut aufgestellt.“

Im Talk mit Moderatorin Jeanette Kuhn stellten einige Unternehmen beispielhaft ihre Maßnahmen vor und gaben Einblicke in die Ausbildungsarbeit und - philosophie. Dabei wurde besonders das gemeinsame und sehr persönliche Miteinander in den Unternehmen deutlich, das häufig über die fachliche Lernbegleitung hinaus geht.

Qualifizierung ändert sich in der digitalen Welt

Von den vorgestellten Beispielen zeigte sich auch Paula Risius vom Institut der Deutschen Wirtschaft Köln beeindruckt. Sie hatte zuvor in ihrem Impulsvortrag die aktuelle Situation des Fachkräftemangels in den Kreisen Borken und Coesfeld skizziert. Die Qualifizierung von Auszubildenden ändere sich stark in der digitalen Welt, so die Expertin. Es gehe darum eine neue Lernkultur zu etablieren, bei denen die Auszubildenden selbst entdecken, ausprobieren und reflektieren können. Dies bringe ein höheres Maß an Selbstverantwortung auf der Seite der Azubis mit sich, erfordere aber ebenso eine ständige Lernbegleitung. AusbilderInnen kommt somit eine zentrale Rolle zu, auf die sie sich mit weiteren Qualifikationen vorbereiten können und für die zusätzliche Zeitbudgets benötigt werden.

Eigene Impulse setzen und voneinander lernen - nach der offiziellen Auszeichnung nutzten die Unternehmen intensiv die Gelegenheit zum Austausch. Alle Beispiele von # einfach machen 4 sind hier dauerhaft verortet: www.personalarbeit-einfachmachen.de

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Paula Risius vom Institut der Deutschen Wirtschaft führte in ihrem Impulsvortrag aus, wie sich die digitale Ausbildung heute mit Leben füllen lässt.
Im Talk mit Moderatorin Jeanette Kuhn berichtete der AE Pflegedienst darüber, wie es auch in der umkämpften Pflegebranche gelingt, Auszubildende zu gewinnen und zu halten.
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