„Größeres Haus für Kinder“

|   Ahaus

Die Erweiterung des Kinderhauses Rasselbande auf dem Krankenhauscampus in Ahaus wurde am Dienstagvormittag unter den Segen Gottes gestellt. Mit der offiziellen Übergabe an Mieter, Eltern und Kindern durch Vertreter von Krankenhaustiftung, Klinikum Westmünsterland, Stadt Ahaus, Kinderhaus Rasselbande sowie Architektin, Generalunternehmer und beteiligten Firmen hieß es: „Wir haben fertig.“

Felix Büter, Geschäftsführer der Krankenhausstiftung bedankte sich für den immensen Einsatz und das gute Zusammenspiel aller Beteiligten. Nur dadurch sei es gelungen, in einer Zeit des Baubooms sowohl den sehr eng gesteckten Zeitrahmen als auch die veranschlagten Kosten einzuhalten. Angelehnt an das flämische Sprichwort, dass ein Haus ohne Kinder wie eine Kirche ohne Orgel ist, sei der nicht vorstellbare Gedanke von Kindern ohne ein Haus, Auftrag und Ansporn gewesen, mehr Raum für zusätzlich notwendige Betreuung zu schaffen.

Die Gesamtfinanzierung setzt sich aus Mitteln des Landes bzw. Bundes von 70.000 Euro für Einrichtung und Außenlagen, und den durch die Stiftung St. Marien-Krankenhaus getragenen Baukosten von 425.000 Euro zusammen. Dafür erhält sie von der Stadt Ahaus einen Zuschuss in Höhe von 40.000 Euro.

„Für Rat und Verwaltung ist dies sinnvoll investiertes Geld“, so Bürgermeisterin Karola Voß in ihrem Grußwort. Das besondere, jetzt um die Spontan- und Ferienbetreuung erweiterte Angebot an die örtlichen Firmen, sei Anlass dafür gewesen, dass das Projekt breit getragen und aus Mitteln der Wirtschaftsförderung finanziell unterstützt wird.

Dass hiesige Firmen bei kurzfristigen Engpässen und in den Ferienzeiten für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Unterbringung ihrer Kinder möglich machen können, bezeichnete Frau Kirstein als Vervollständigung des schon seit fast zehn Jahren praktizierten und erfolgreichen Konzepts. Ein verlässliches Angebot von morgens 7 Uhr bis abends 18 Uhr, freie Zeiten zu wählen, Teilzeitbetreuung in Anspruch zu nehmen und die gewählten Zeiten monatlich anpassen zu können, mache insbesondere für Eltern mit wechselnden bzw. ungünstigen Arbeitszeiten die Vereinbarung von Familie und Beruf einfacher. „Mit dieser Flexibilität nehmen wir Eltern keine Zeit, sondern geben Ihnen welche.“

Das gelte, so Pfarrer Plaßmann und Vorsitzender der Krankenhausstiftung bei der Einsegnung der Räume, insbesondere für viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseres Krankenhauses. „Deshalb engagieren wir uns dafür“. Am Beispiel eines Gartens um den man sich liebevoll kümmert, könnten hier Kinder gleichwohl gut behütet und liebevoll betreut wachsen. Dass die bisherige Praxis deutlich gemacht habe, liebevolle Betreuung und Flexibilität müssen kein Widerspruch sein, wurde von den Elternvertretern ausdrücklich bestätigt.  

Die Kinder, die die Räume schon seit einigen Wochen auf Herzen und Nieren testen, luden singend dazu ein, sie zu besuchen und zu schauen was sie tun und lernen.

 

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