Gesichter und Geschichten vom Frieden

|   Vreden

Das einfache Wort "Frieden" kann vieles bedeuten: ein politischer Zustand, ein Gefühl, eine Lebenseinstellung, eine Philosophie. Fast jeder Mensch hat einen eigenen Friedensbegriff, eine eigene Geschichte, einen eigenen Weg zum Frieden. Um eben diese Geschichten geht es in der Sonderausstellung "(M)ein Weg zum Frieden" des kult Westmünsterland. Am Sonntag, 21. Oktober, um 11 Uhr, startet die Schau mit einer feierlichen Eröffnung. Neben Grußworten und Musik wird auch eine Führung durch die Ausstellung Hintergründe zur Entstehung des Projekts verraten.

Im Zentrum der Schau stehen 39 Menschen aus dem Münsterland, die auf ganz unterschiedliche Weise ihren Weg zum Frieden gefunden haben, anderen dabei helfen, Frieden zu finden oder sich für einen Weg zum Frieden einsetzen. Sie stammen aus verschiedenen Alters- und Sozialgruppen und haben ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht, Schicksalsschläge erlebt oder Friedensarbeit betrieben. "Durch die Vielzahl unterschiedlicher Einzelerfahrungen entsteht ein spannendes Bild von der Vieldeutigkeit des Friedens. Frieden ist für jeden Menschen etwas anderes", stellt Corinna Endlich, Leiterin des kult Westmünsterland, fest. In der Schau werden diese Menschen durch Fotoportraits präsentiert, die durch den renommierten Düsseldorfer Fotografen Alexander Basta angefertigt worden sind. Sehr kunstvoll gelingt es Basta, in seinen Bildern den Charakter der abgebildeten Personen einzufangen. Ergänzt werden die Portraits durch die Geschichten, die als Texte präsentiert werden.

"Durch die gemeinsame Präsentation der Portraits und ihrer Geschichten entsteht ein spannender Dialog zwischen Wort und Bild. Wer die Bilder betrachtet, kann die Spuren der jeweiligen Wege zum Frieden in den portraitierten Gesichtern suchen", erläutert Flemming N. Feß, der im kult die Sonderausstellung koordiniert. Flankiert wird die Ausstellung durch ein umfangreiches Begleitprogramm: In mehreren Vorträgen kommen verschiedene portraitierte Personen selbst zu Wort. So wird auch Veronika Seggewiß von ihrer Suche und ihrem dadurch entstandenen Engagement für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge berichten. In einem Fotoworkshop können Besucherinnen und Besucher Tipps und Tricks für professionellere und lebendigere Portraitfotos erhalten und in mehreren speziellen Vermittlungsprogrammen für Schulklassen können sich junge Gäste auf die Suche nach ihrem Weg zum Frieden machen.

Die Ausstellung "(M)ein Weg zum Frieden" entstand in Kooperation mit dem Museum RELiGIO in Telgte. Sie wird im Kulturzentrum kult Westmünsterland in Vreden vom 21. Oktober bis zum 27. Januar 2019, jeweils dienstags bis sonntags, 10 bis 17 Uhr, zu sehen sein.

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