Gemeinsam auf gutem Weg

|   Vreden

Der Förderverein Kulturlandschaft Vreden e.V. hatte die Ratsmitglieder und Mitglieder des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses zu einer Radtour entlang der verschiedenen Projekte eingeladen. Ziele waren die Wegerandstreifen, die schon mehrjährig stehen und auch Flächen, die neu angelegt worden sind. Josef Levering, Vorsitzender des Fördervereines, gab Erklärungen zu den unterschiedlichen Blühstreifen ab.

Bauhofleiter Martin Terbrack führte die Radtruppe zum ersten Ziel nach Doemern. Der Wegerandstreifen in Nähe des Frei- und Hallenbades wurde im Frühjahr 2016 auf einer Länge von 600 m und einer Breite von 3 m neu angelegt. Die Sondermischung mit 40 verschiedenen Arten hatte die Hochschule Osnabrück in Zusammenarbeit mit der Firma Rieger-Hoffman extra für die Böden im westlichen Münsterland entwickelt. Anschließend ging die Tour weiter zu Wegerandstreifen, die in verschiedenen Jahren angelegt worden waren. Anhand dieser Flächen erläuterte Josef Levering die Entwicklung der Pflanzen und die notwendigen pflegerischen Maßnahmen. Im ersten Jahr, je nach dem Aufwuchs, müsse noch häufiger gemäht und das Mahdgut abgefahren werden, um die nicht gewünschten Pflanzen, wie zum Beispiel die Melde, zurückzudrängen. Im Folgejahr seien schon erste Erfolge sichtbar. Wichtig sei, durch Mahd die sich in den ersten Jahren noch stark durchsetzenden Gräser zu verdrängen. Aufgrund der großen Hitze sei zurzeit nur eine eingeschränkte Pflanzenblüte gegeben, aber sobald es wieder regne, würden die Flächen wieder aufblühen.

Neben den vom Förderverein angelegten Wegerandstreifen gibt es auch Ackerrandstreifen, die von verschiedenen Landwirten im Rahmen der Aktion "Blühendes Band durch das Münsterland" angelegt worden sind und dafür sorgen, dass Biene, Hummel & Co. "einen reich gedeckten Tisch vorfinden".

Anschließend wurden eine Blühwiese und eine Streuobstwiese besichtigt, die als Ausgleichsflächen für die Windkraftanlagen in Doemern angelegt wurden. Die blühende Fläche hinter der Stiftskirche, der Berkelsee mit den bepflanzten Schwimminseln, die von Kindergarten- und Grundschulkindern mit Samenbällen bearbeiteten Flächen, eine Totholzhecke und der Fledermauskeller waren weitere Ziele der Radtour.

Im Förderverein Kulturlandschaft Vreden e.V. sind Vertreter des Naturschutzbunds Vreden (NABU), des Imkervereins Vreden, des Angelsportvereins Vreden, des Heimatvereins Vreden, der Vredener Nebenerwerbslandwirte, des Hegerings, des Kolping, des Gymnasium Georgianum und der Stadt Vreden vertreten. Erster Beigeordneter Bernd Kemper bedankte sich für die interessante und informative Radtour. "Die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten ist sehr erfolgreich, wir sind gemeinsam auf einem guten Weg."

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