Gedenkfeier zur Erinnerung an den 21. März 1945

|   Vreden

Zahlreiche Besucherinnen und Besucher gedachten den Opfern des Bombenangriffs auf Vreden vor 73 Jahren Zahlreiche Besucherinnen und Besucher haben sich an der Gedenkstätte auf dem alten Friedhof eingefunden, um an die Opfer des Bombenangriffs auf Vreden am 21. März 1945 zu gedenken. Eine Reihe der Anwesenden konnten sich noch an die Ereignisse von damals erinnern.

Bürgermeister Dr. Holtwisch sagte, dass es für die jüngeren Personen immer schwieriger werden würde, Not und Elend von Kriegsereignissen nachzuvollziehen. Krieg ist für die jüngeren Menschen in unserer Region "weit" weg. Daher sei es wichtig, in Momenten daran zu erinnern. Gerd Hilbing verlas einen Brief von Margret Schäfer, die ihre Erlebnisse vom 21. März 1945 eindrucksvoll aufgeschrieben hat. Frau Schäfer schildert den dramatischen Aufenthalt im Keller des Hauses Tenspolde. Als das Haus Tenspolde von Bomben getroffen wurde, kamen von den 20 Personen im Keller 16 um. Frau Schäfer überlebte schwer verletzt und beschreibt die  Rettung durch bekannte Personen.

Bürgermeister Dr. Holtwisch zitierte in seiner Ansprache Schilderungen aus dem Band "Vreden an der Jahrtausendwende". Darin heißt es, dass am Abend des 20. März 18 englische Bomber flogen und 126 Bomben ausklinkten. Die Bomben verfehlten jedoch ihr eigentliches Ziel, da sie zu früh abgeworfen wurden. Am nächsten Tag, dem 21. März, ertönte um 16 Uhr Fliegeralarm. Diesmal trafen die Bomben und zerstörten 40 Prozenz der Häuser,  alle historisch wertvollen Gebäude und töteten über 200 Personen.

Zum Gedenken legte Bürgermeister Dr. Holtwisch einen Kranz nieder. Michael Resing verlas zum Schluss ein Friedensgebet, dass auch für die heute Zeit noch Bedeutung hat. Bürgermeister Dr. Holtwisch dankte allen für ihre Anwesenheit und der Seniorenunion, der Kirchengemeinde und der Stadtverwaltung für die Vorbereitung. Zum Gedenken fand anschließend und Leitung von Pfarrer em. Jonscher ein Gottesdienst in der Stiftskirche statt.

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