Gedenkfeier zur „Bombardierung Vredens“

|   Vreden

Zahlreiche Besucherinnen und Besucher hatten sich an der Gedenkstätte auf dem alten Friedhof eingefunden, um an die Opfer des Bombenangriffs auf Vreden am 21. März 1945 zu gedenken. Die Gedenkfeier wurde von der Seniorenunion der CDU, der katholischen Kirchengemeinde St. Georg und der Stadt Vreden vorbereitet.

Einige der Anwesenden konnten sich noch an die Ereignisse von damals erinnern. Über 40 Prozent der Häuser und alle historisch wertvollen Gebäude wurden zerstört, über 200 Personen starben. Wilma Keizers verlas einen Brief von Margret Schäfer, die ihre Erlebnisse vom 21. März 1945 eindrucksvoll aufgeschrieben hatte. In ihrem Bericht schildert sie den dramatischen Aufenthalt im Keller des Hauses Tenspolde. Als das Haus Tenspolde von Bomben getroffen wurde, starben von den 20 Personen im Keller 16. Margret Schäfer überlebte schwer verletzt.

Zum Gedenken an die Verstorbenen legte der stellvertretende Bürgermeister Hubert Lechtenberg einen Kranz nieder. Er betonte, dass eine solche Gedenkfeier sehr wichtig sei, weil sie Gelegenheit biete, zum Gedenken, aber auch um zum Nachdenken anzuregen. Obwohl es auf der ganzen Welt so viele verschiedene Kriegsorte gäbe, würden die meisten Bürgerinnen und Bürger nur friedliche Zeiten kennen. Denn glücklicherweise herrsche in Deutschland seit dem Ende des zweiten Weltkrieges Frieden. Aus diesem Grunde seien die Berichte der Zeitzeugen sehr wichtig.

Michael Resing verlas zum Schluss der Gedenkfeier auf dem alten Friedhof ein Friedensgebet vom Katholikentag 2018 in Münster. Anschließend fand unter Leitung von Pfarrer Weidemann ein Gottesdienst in der Stiftskirche statt.

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