Fortsetzung für zdi-Zentrum Kreis Borken gesichert

|   Kreis Borken

Durch die jetzt bewilligten zuwendungsfähigen Gesamtausgaben aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) 2014-2020 in zwei Teilprogrammen in Höhe von rund 320.000 Euro ist die Arbeit im zdi-Zentrum unter dem Dach der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken (WFG) für die kommenden Jahre sichergestellt und wird ausgebaut. „Wir freuen uns sehr, mit etablierten Projekten wie dem Haus der kleinen Forscher, der Robotikförderung in Schulen oder der Förderung von Maßnahmen zur Berufsorientierung Impulse setzen zu können“, so WFG-Geschäftsführer Dr. Heiner Kleinschneider und ergänzt: „Dabei schlagen wir neue, auf die Region zugeschnittene Wege ein, die bei dem so herausfordernden Thema der Fachkräfterekrutierung und –sicherung im MINT-Bereich helfen können.“

Für die optimale Ausrichtung der zdi-Arbeit in der neuen Förderperiode war zuvor eine Unternehmensbefragung zum MINT-Fachkräftebedarf im Rahmen durchgeführt worden. Dadurch konnten die neuen Projekt- und Veranstaltungsangebote wesentlich auf diese drei Kernergebnisse der Untersuchung ausgerichtet werden:

a) Der wirtschaftliche Schwerpunkt des Kreises Borken liegt mit 53 % der Beschäftigten eindeutig im MINT-Bereich.
b) Durch sinkende Schülerzahlen, älter werdende Belegschaften und steigende Beschäftigtenzahlen im produzierenden Gewerbe ist mit weiteren Personalengpässen, insbesondere auch im MINT-Bereich zu rechnen.
c) Unternehmen befürworten stark eine Förderung von Kontakten zu Schulen und Hochschulen, von Veranstaltungen zu Themen der Fachkräftesicherung und Workshops zum Thema Rekrutierung.

„Entsprechend dieser Ergebnisse ist das neue Angebot in unserem zdi-Zentrum nah an den Arbeitsmarktbedarfen unserer Region ausgerichtet, berücksichtigt Megatrends wie die Digitalisierung und nimmt koordinierend eine Netzwerkfunktion wahr. Darüber hinaus bringen wir uns bei vielen Angeboten und Initiativen in der Region ein“, erklärt Katharina Reinert, Leiterin im zdi-Zentrum Kreis Borken.

Um bei Kindern und Jugendlichen vom Kindergartenalter bis zum Abitur entlang der Bildungskette das Interesse für Naturwissenschaft und Technik zu wecken und den Zugang zu technischen Berufsfeldern zu schaffen, werden das Haus der kleinen Forscher und die Robotikförderung in Schulen ab Herbst dieses Jahres durch ein neues Forschermobil ergänzt. Das mobile Forschungslabor bietet Schülerinnen und Schülern in Kitas und Grundschulen ortsunabhängig vielfältige Experimentiermöglichkeiten. Die Umsetzung dieser Maßnahmen konnte neben der Förderung vor allem durch das Sponsoring-Engagement von regionalen Unternehmen realisiert werden. Zudem ist das zdi-Zentrum Kreis Borken nun auch offizieller Projektpartner der derzeit im Aufbau befindlichen Forschermühle in Stadtlohn und wird sich aktiv an der Ausrichtung der dort geplanten MINT-Angebote beteiligen.

In Ergänzung der Maßnahmen zur Berufs- und Studienorientierung helfen künftig „Abenteuer KMU“ und „Arbeitswelt schnuppern“ als neue zdi-Initiativen bei der praxisnahen Berufsorientierung im MINT-Umfeld. Hierbei haben Kinder und Jugendliche verschiedener Altersgruppen die Möglichkeit, Unternehmen bei Unternehmensbesuchen und in Workshops kennen zu lernen. Bei der Maßnahme „Arbeitswelt schnuppern“ wird der Bezug nicht nur zur Arbeits-, sondern auch Studienwelt hergestellt, um z.B. konkret auf MINT-Lernangebote regionaler Hochschulen hinzuweisen. Die Umsetzung dieser Initiativen zur MINT-Nachwuchskräftesicherung ist durch die aktuelle Bewilligung von mehr als 200.000 Euro im Rahmen der zdi-EFRE-Förderung und die Gegenfinanzierung der WFG bis zum Jahr 2021 gesichert. Alle neuen Angebote sind bewusst offen gehalten. Auch Unternehmen der Region haben die Möglichkeit sich über den zdi-Arbeitskreis noch stärker inhaltlich einzubringen als bisher.

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