Fortbildung zur Prävention von Essstörungen

|   Kreis Borken

Essstörungen – ein Thema , das viele Jugendliche betrifft, direkt oder indirekt. Gerade in der Pubertät mit ihren vielen Herausforderungen wird das Verhältnis zum eigenen Körper problematisch und jedes 3. Mädchen zwischen 14 und 17 Jahren zeigt ein auffälliges Essverhalten. Einige von ihnen entwickeln eine Essstörung. Der Arbeitskreis Essstörungen im Kreis Borken bietet zu dem Thema ein Tagesseminar für pädagogische Fachkräfte an. Unter dem Titel "Hungrige Zeiten" ist am Dienstag, 13. November, zu der Methodenschulung zur Prävention von Essstörungen in die Familienbildungsstätte in Gronau (Laubstiege 15) eingeladen. Anja Deloch, Fachreferentin für Essstörungen, beleuchtet mit Blick auf Theorie und Praxis diese tiefgreifende Erkrankung näher.

Magersucht, Bulimie und Ess-Sucht sind ernstzunehmende psychosomatische  Erkrankungen mit Suchtcharakter, die einer fachlichen Behandlung bedürfen. Wer mit Ess-Störungen nicht vertraut ist, kann nicht ermessen, wie vielschichtig diese Erkrankung ist und wie stark sie das tägliche Leben der Betroffenen verändern und sie schließlich beherrschen kann. Es ist immer eine individuelle Krisenbewältigung nötig und hinterlässt auch im Umfeld – bei Familie, Mitschülerinnen und Mitschülern oder Lehrpersonen – deutliche Spuren. Egal ob in Schule, in  Beratungsstellen, im Jugendzentrum, in der ambulanten oder stationären Jugendhilfe: Es gibt immer mehr Betroffene, für die es wichtig ist, dass pädagogische Fachkräfte über Formen, Ursachen, Hilfsangebote und dem Umgang mit den Betroffenen informiert sind.

Neben vielen Beispielen aus der Praxis werden in dem Seminar Strategien im Umgang mit Erkrankten erarbeitet. Es wird darum gehen, sich offensiv mit dem schwierigen Thema auseinanderzusetzen, um Betroffenen von Essstörungen unterstützend und wertschätzend zu begegnen. So soll den Fachkräften Handlungssicherheit im Umgang mit Betroffenen vermittelt werden.

In den Pausen besteht die Möglichkeit, sich ausführlich über Bücher, Infomaterial und konkrete Hilfsangebote vor Ort zu informieren. Dazu stehen zudem die Mitglieder des Arbeitskreises Essstörungen im Kreis Borken zur Verfügung. Das Tagesseminar richtet sich an pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Schule, Jugendhilfe und Beratungsstellen. Die Kosten dafür betragen 35 Euro. Anmeldungen sind noch bis zum 30. Oktober möglich bei Regina Kasteleiner von der Fachstelle für Suchtvorbeugung, Tel. 02861/82-1094 oder per E-Mail an r.kasteleiner@kreis-borken.de.

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