FLVW-Präsident sendet auf Kreistag Signal an die Vereine

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„Nur Veränderung garantiert Zukunft.“ Dieses Leitmotiv gab es vom Präsidenten des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes (FLVW), Gundolf Walaschewski, persönlich. Ganz im Zeichen der Zukunftsfähigkeit des Vereinssports stand der ordentliche Kreistag des FLVW-Kreises Ahaus/Coesfeld im Hotel Hermannshöhe in Legden, dem der Verbandschef einen Besuch abstattete. Auch ein Zeichen der Wertschätzung gegenüber dem Kreis und ein Signal an die Vereine in unruhigen Zeiten.

Veränderungen gibt es auch im Kreisvorstand, den die 79 von 127 eingeladenen Delegierten der Vereine wählten. Während sich der Kreisvorsitzende Willy Westphal „überwältigt“ angesichts des eindeutigen Votums zu seiner Wiederwahl zeigte und die Glückwünsche des Versammlungsleiters Walaschewski in Empfang nehmen konnte, so stellte sich mit Christoph Hanck der Vorsitzende des Kreisschiedsrichterausschusses (KSA) nach sechs Jahren nicht mehr zur Wahl. Westphal dankte ihm für „großes Engagement“ und „viele innovative Ideen“ mit dem „Blick über den Tellerrand hinaus“, von dem der Kreis in Zukunft profitieren werde. Zum Nachfolger wählte die Versammlung Paolo Goncalves, aktiver Schiedsrichter der DJK Eintracht Stadtlohn und unter anderem Ansetzer im Kreis. Dass es in einem der „arbeitsintensivsten Ausschüsse“, so Westphal, „nicht langweilig“ werde, davon hatte sich der Stadtlohner bereits einen Eindruck verschafft. Die Versammlung sprach sich erneut dafür aus, dass der KSA-Vorsitzende Mitglied des Kreisvorstandes ist, was satzungsgemäß nicht vorgesehen ist. Neu besetzt wurde der Posten des Vorsitzenden des Kreisausschusses für Vereins- und Kreisentwicklung, ein Posten, der in den heutigen Zeiten der Veränderung „unabdingbar“ sei, so Westphal. Die Delegierten folgten dem Vorschlag, Christel Behmenburg, Koordinatorin für Frauen- und Mädchenfußball, dieses Amt zu übergeben. Diese Position ersetzt den der Vorsitzenden für Freizeit- und Breitensport (bisher Brigitte Reismann), der nicht neu besetzt wurde.

Im Zuge der Ehrungen wurde Horst Dastig, dem Vorsitzenden des Kreisfußballausschusses, eine besondere Ehre zuteil: Der Coesfelder wurde mit der DFB-Verdienstnadel ausgezeichnet. Ein Vorbild für Ehrenamtliche. Die Wertschätzung des Ehrenamts war ein weiteres Schwerpunktthema  bei den Grußworten. Insbesondere Ehrenamtliche in verantwortungsvollen Funktionstätigkeiten  zu finden, werde eine immer größere Herausforderung für die Sportvereine, berichtete Legdens Bürgermeister Friedhelm Kleweken. Diese Entwicklung zeigt sich auch im Kreis, ab sofort gibt es allein noch ein Kreissportgericht für Jugend und Senioren gemeinsam. Kleweken muss es wissen, war er doch unter anderem 22 Jahre Vorsitzender des SuS Legden. Ein Grund: „Die Ansprüche an die Ämter wachsen immer weiter – nicht zuletzt aufgrund der steigenden Bürokratie.“ Der Stellenwert der Sportvereine, gerade in den Bereichen Jugendarbeit und Wertevermittlung, sei noch nie so hoch gewesen wie heute. Diesen Ball nahm auch Gundolf Walascheski auf, der die Delegierten stellvertretend als die „Hauptsponsoren der Vereine“ bezeichnete. Während es auf Verbandsebene nicht zuletzt aufgrund „unzeitgemäßer Strukturen“ und „teils grenzwertigen Verhaltens Handelnder“ ein großes „Glaubwürdigkeitsproblem“ gebe, hätten die Kreise die Herausforderungen angenommen – nicht zuletzt dank klarer Strukturen, Vertrauen in die handelnden Personen und erlebbarer Handlungsgrundsätze. Bei aller Wahrung von Grundsätzen sollten die Verei8ne auch als „Kreativwerkstatt“ auftreten, die Angst vor Veränderung müssten den Handelnden genommen werden, auch wenn „Veränderungen keine Fans haben“. Für den FLVW versprach er, viel darin zu investieren, die Kluft zwischen den Verbänden und Vereinen zu verringern – die Kreise seien dabei die Bindeglieder: „Das ist Ihr Kreis.“ Der Verbandspräsident ermunterte die Delegierten abschließend, sich über den neuen Ausschuss für Vereins- und Kreisentwicklung am Veränderungsprozess zu beteiligen.  Willy Westphal erneuerte sein Versprechen bei Amtsantritt, den Vereinen ein „verlässlicher Dienstleister“ zu sein.

Infos:

  1. Kreisvorstand und –sportgericht wurde von den Delegierten die Entlastung erteilt.
  2. Der neue Kreisvorstand setzt sich wie folgt zusammen: Willy Westphal (Kreisvorsitzender), Horst Dastig (Vorsitzender Kreisfußballausschuss), Ingo Röschenkemper (Vorsitzender Kreisleichtathletikausschuss), Bernd Dönnewald (Kreiskassierer), Paolo Goncalves (Vorsitzender Kreisschiedsrichterausschusses – Eintracht Stadtlohn), Christel Behmenburg (Vorsitzende Kreisausschuss für Vereins- und Kreisentwicklung). Sven Wesenberg (Vorsitzender Kreis-Jugend-Ausschuss – TuS Wüllen) war bereits auf dem Kreisjugendtag gewählt worden. Als Ehrenvorsitzender ist Bernd Rengshausen Mitglied.
  3. Das auf dem Kreisjugendtag gewählte Kreissportgericht wurde bestätigt: Berni Langener (Vorsitzender), Willi Bösing, Norbert Sicking (TuS Wüllen), Anke Holtkamp (Union Wessum), Johannes Bockey und Bernhard Mathmann (SuS Legden).
  4. Zu Beisitzern im Bezirkssportgericht wurden gewählt: Michael Schley (SuS Stadtlohn), Georg Tenvorde.
  5. Delegierte des Kreises beim FLVW-Verbandstag am 8. Juni in Kamen sind: Ingo Röschenkemper, Christel Behmenburg, Paolo Goncalves (Eintracht Stadtlohn).
  6. Delegierte des Kreises beim WDFV-Verbandtages am 13. Juli in Dortmund sind: Horst Dastig, Bernd Rengshausen.
  7. Die DFB-Verdienstnadel erhielt: Horst Dastig.
  8. Die FLVW-Verdienstnadel in Silber erhielt: Christel Behmenburg,
  9. Die Ehrennadel in Silber des FLVW erhielten: Brigitte Komsthöft, Hans-Joachim Meincke, Christoph Hanck.
  10. Verabschiedet wurden: Peter Zorn (SpVgg Vreden), Heinz Meßing, Richard Engbers (alle Kreissportgericht),  Hans-Joachim Meincke (Bezirkssportgericht), Christoph Hanck (Vorsitzender Kreisschiedsrichterausschuss).
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