„Felix-Sümmermann-Preis“ für "ehemaliges Forsthaus“

|   Kreis Borken

Die Jury hat bereits vor einigen Wochen getagt und ihre Entscheidung getroffen – jetzt durften Landrat Dr. Kai Zwicker, Gabriele Podschadli vom LWL-Amt für Denkmalpflege und Jürgen Büngeler, Vorstandsmitglied der Sparkasse Westmünsterland, das Geheimnis lüften. Sie zeichneten am Montagabend die Gewinner des "Felix-Sümmermann-Preises 2018" für Verdienste um die Denkmalpflege im Kreis Borken aus. Dazu war ins Heimathaus in Ahaus-Wessum eingeladen. Über den ersten Platz konnten sich die Familien Rainer und Petra sowie Lukas und Carina Dahlke aus Velen freuen. Ihre vorbildliche Erhaltung und Restaurierung des Baudenkmals "ehemaliges Forsthaus" in Velen wurde mit einem Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro belohnt. Dabei hob Gabriele Podschadli, die die Ergebnisse vorstellte, besonders das außerordentliche Engagement der Familie Dahlke hervor. Mit der 2014 gestarteten Restaurierung des Gebäudes, das gegenüber der historischen Fasanerie liegt, werde das Tiergarten-Gelände am Schloss Velen deutlich aufgewertet. Der Bevölkerung soll das Haus zukünftig regelmäßig für Veranstaltungen offen stehen.

Den zweiten Preis in Höhe von je 1.250 Euro erhielten gleich zwei Bewerber: Zum einen Hermann Eimers aus Rhede für die Erhaltung und Restaurierung der "Villa Wegmann". Die Sanierung der Wohnungen, der Außenfassaden und der Gartenanlagen erfolgte seit 2007 in mehreren Abschnitten mit dem Ziel, das klassische Erscheinungsbild und die alte Bausubstanz des Landhauses zu erhalten. Dabei wurden viele Originalbauteile aufwendig restauriert und aufgearbeitet. Zum anderen wurden Dr. Anke Grothe und Mechthild Lippok aus Gronau mit einem zweiten Preis geehrt: Sie haben das Baudenkmal "Villa Knoth" restauriert. So wurde unter anderem auf den Erhalt und die Wiederherstellung der besonderen Details der Bürgervilla, wie zum Beispiel beim Wintergarten inklusive historischer Buntglasscheiben und floraler Wandmalerei, Wert gelegt. Die originalen Fenster und Türen wurden repariert und neue Fenster nach historischer Vorlage nachgebaut.

Der dritte Preis (1.000 Euro) ging an den Verein Mühlenpower Krommert aus Rhede für die vorbildliche Erhaltung, Restaurierung und touristische Erschließung der "Turmwindmühle Harbers" in Rhede-Krommert. Seit der Vereinsgründung im Jahr 2013 bis zum Abschluss der Sanierung im September 2017 hat der Verein gemeinsam mit dem Mühleneigentümer ein Sanierungs-, Finanzierungs- und Nutzungskonzept entwickelt. In Zusammenarbeit mit einer niederländischen Mühlenbaufirma sowie Eigenleistungen der Mitglieder und Förderer konnte die Windmühle aus dem Jahr 1881 wieder funktionstüchtig gemacht und deren Umfeld neu gestaltet werden.

Alle Preisträger erhielten neben den Preisgeldern eine Plakette und einen Würfel, der vom Vredener Künstler Walter Wittek gestaltet wurde.

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