Evangelischer Kirchenkreis begrüßt neuen Jugendpfarrer

|   Kreis Borken

Mit einem Gottesdienst in der Christuskirche Dülmen wurden am 16. März Pfarrer Dirk Heckmann und Simone Erdweg in ihre neuen Ämter im Ev. Kirchenkreises Steinfurt-Coesfeld-Borken eingeführt. Dirk Heckmann ist seit dem 1. Februar Bildungs- und Jugendpfarrer im Kirchenkreis; Simone Erdweg aus Ahaus wurde auf der Herbstsynode im vergangenen Jahr als stellvertretendes Mitglied in den Kreissynodalvorstand gewählt. Der Kreissynodalvorstand ist das Leitungsgremium des Kirchenkreises und setzt sich aus Haupt- und Ehrenamtlichen zusammen.

Simone Erdweg engagiert sich bereits viele Jahre in ihrer Kirchengemeinde Ahaus. „Ich habe Sie kennengelernt als eine Christin, die mit wachem Blick, mit hohem Engagement und in großer Treue bereit ist, sich für die Gemeinde Christi einzusetzen“, so Superintendent Joachim Anicker in seiner Ansprache. „Wir freuen uns auf Ihre Stimme und Ihre Meinung.“ Dass dem Kirchenkreis mit der Wahl von Dirk Heckmann ein Glücksgriff gelungen sei, machte Anicker deutlich, der den „Pilger- und Männer- und Motorradpfarrer Dirk Heckmann aus Unna“ im Ev. Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken willkommen hieß. „Ihre Kompetenzen, Ihre Erfahrung, Ihr Profil: da passt vieles“, zeigte sich Anicker überzeugt.

Mit der Dienstaufnahme von Dirk Heckmann als Pfarrer für Bildungs- und Jugendarbeit zu Jahresbeginn endete der Einsatz von Pfarrer Holger Erdmann, der die kreiskirchliche Jugendarbeit ein Jahr lang neben den Aufgaben in seiner Gemeinde Borghorst-Horstmar mit großem Einsatz geleitet hatte. Ihm sprach Superintendent Anicker im Namen der Kreissynode seinen Dank aus. „Das Wort ‚Bildung‘ finden wir nicht in der Bibel“ – mit dieser Aussage stieg Heckmann in seine Antrittspredigt ein. Anhand der Paradiesesgeschichte machte er deutlich, dass es hilfreich sein kann, Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. „Adam und Eva bewiesen Mut, als sie den Apfel vom Baum der Erkenntnis aßen. Sie haben das Gebot übertreten, weil sie wissen wollten, was dahinter steckt – an Leben, Wissen und Erkenntnis“ so Heckmann. Er warb dafür, Neues zu wagen, Ungewohntes auszuprobieren und mögliche Fehler in Kauf zu nehmen: „Die Angst vor dem Scheitern lähmt. Aber aus Fehlern kann man lernen.“ Gerade für die Institution Kirche sei es wichtig, neue Wege zu gehen, Altes hinter sich zu lassen und Neues auszuprobieren, so Heckmann.

Im Anschluss an den Einführungsgottesdienst fand im Ev. Gemeindezentrum der Kirchengemeinde Dülmen ein Workshop zum Thema „Nachbarschaften“ statt. Rund 75 Haupt- und Ehrenamtliche aus dem Kirchenkreis beschäftigten sich unter Anleitung von Christhart Ebert, Referent am Institut für Gemeindeentwicklung und missionarische Dienste der Evangelischen Landeskirche, mit der Frage, wie verbindliche Nachbarschaften aussehen können, in denen die einzelnen Gemeinden in Zukunft zusammenarbeiten und sich gegenseitig unterstützen können. Im Hinblick auf den demografischen Wandel und damit einhergehende abnehmende Finanzmittel sowie der bevorstehenden Pensionierungswelle im Pfarramt bei gleichzeitigem Nachwuchsmangel macht eine Auseinandersetzung mit dieser Frage unumgänglich. Die Arbeit dieses ersten Workshoptages wird fortgesetzt und soll in die Gründung verbindlicher Nachbarschaften im Kirchenkreis münden.

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