Eröffnung des KIZS mit Unterstützung des Lions-Club Hamaland

|   Stadtlohn

Am Samstag, 4. Juni 2022, wurde das KIZS (Kultur-, Heimat und Integrationszentrum Stadtlohn) durch Bürgermeister Berthold Dittmann eröffnet. Mathias Redders vom Trägerverein des KIZS begrüßte die ehrenamtlichen Helfer, die Sponsoren und viele Geflüchtete aus der Ukraine und aus anderen Ländern. Er erläuterte, dass der Krieg in der Ukraine derzeit zur größten Flüchtlingswelle in Europa seit dem 2. Weltkrieg führt und dass allein in Stadtlohn mehr als 150 geflüchtete Menschen aus der Ukraine untergebracht werden müssen. Hier soll das KIZS als nachhaltig angelegtes Zentrum mit den Schwerpunkten Integration, Heimat und Kultur einen wichtigen Beitrag leisten. Der Lions-Club Hamaland hatte für dieses Projekt einen Betrag von 5.000 Euro aus den Erlösen des jährlichen Adventskalenders zur Verfügung gestellt. Zusätzlich hat die Stiftung der Deutschen Lions 10.000 Euro aus einem Topf für die Betroffenen des Ukraine-Konflikts beigesteuert. So konnte der Präsident des Lions-Club Hamaland, Thomas Eing, einen Spendenscheck über insgesamt 15.000 Euro an Stefan Frechen, den Schatzmeister des Trägervereins des KIZS, überreichen. Auch die Stadtlohn-Voices, vertreten durch Rita Wichmann und Sigrid Gietmann, beteiligten sich mit einer Spende. Neben diesen Sponsoren dankte Mathias Redders der Familie Deitmer, die die Immobilie zur Verfügung stellt, und den vielen Stadtlohner Unternehmern, die mit ihren Materiallieferungen und Handwerkerleistungen das KIZS erst ermöglicht haben.

Obwohl der Umbau des ehemaligen Geschäftslokals in der Eschstraße noch nicht komplett abgeschlossen ist, konnte man bei der Eröffnung am Samstag bereits den integrativen Charakter und das internationale Flair des KIZS spüren. Ukrainische und jesidische Geflüchtete hatten ein reichhaltiges Buffet mit Spezialitäten aus ihren Heimatländern bereitet, um für das leibliche Wohl der anwesenden Helfer und Sponsoren zu sorgen. Diese wiederum hatten in den vergangenen Wochen und Monaten großzügig und unkompliziert mit Materialien und Arbeitsleistung geholfen und so einen wesentlichen Beitrag zur Realisierung des KIZS geleistet.

Die ursprüngliche Initiative war von den „Stadtlohner Paten“, einem Zusammenschluss junggebliebener Pensionäre, ausgegangen. Sie wollten aber nicht nur punktuell, sondern dauerhaft und nachhaltig die Situation der Geflüchteten verbessern. Daher entwickelten sie unter der Leitung von Mathias Redders die Idee des dreifach wirksamen KIZS. Es soll als Integrationszentrum u.a. für Sprachkurse und Weiterbildungsangebote, aber auch für die Kinderbetreuung und als Treffpunkt der Geflüchteten genutzt werden. Darüber hinaus soll es als Heimatzentrum die Geschichte der Stadt lebendig darstellen. Die erste Ausstellung zeigt daher „Ansichtskarten aus 125 Jahren“. Ulrich Söbbing, der Archivar der Stadt Stadtlohn, erläuterte für die anwesenden Gäste einige der Highlights. Im nächsten Jahr soll der Schwerpunkt dann auf den 400. Jahrestag der Schlacht im Lohner Brook gelegt werden. Außerdem wird das KIZS als Kulturzentrum für Ausstellungen lokaler Künstler, Vorträge und Kleinkunstveranstaltungen genutzt werden.

Einer der „Stadtlohner Paten“ ist auch Lions-Mitglied. Dirk Schuchardt organisierte als erstes die direkte Unterstützung durch den Lions-Club Hamaland in Höhe von 5.000 Euro. Diese Mittel stammen aus dem jährlichen Adventskalender, den der Club in Vreden, Südlohn, Stadtlohn und Gescher anbietet. Darüber hinaus gelang es ihm aber auch innerhalb der deutschen Lions-Organisation weitere 10.000 Euro aus einem Topf für die Betroffenen des Ukraine-Konflikts zu akquirieren. Damit konnte schon ein großer Teil der durch den Trägerverein des KIZS aufzubringenden 32.000 Euro zur Verfügung gestellt werden. Weitere Geldmittel steuern das Land NRW und die Stadt Stadtlohn bei.

In seiner Ansprache dankte Bürgermeister Berthold Dittmann allen, die in so kurzer Zeit und in unbürokratischer Zusammenarbeit dieses Kultur-, Heimat- und Integrationszentrum vorangetrieben und gestaltet haben. Er versprach auch für die Zukunft größtmögliche Unterstützung durch die Stadt Stadtlohn.

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