Erkenntnisse über gesunde Ernährung vertieft

|   Ahaus

Eine spannende Woche haben acht Schülerinnen und ihre Lehrerin Frau Wilk vom Wirtschaftsgymnasium des Berufskollegs Wirtschaft und Verwaltung Ahaus in Lugo/Galizien verbracht. Die Gruppe nahm im Rahmen des EU-geförderten Erasmus-Projekts „Food in our Lives“ am zweiten Projekttreffen teil, das den Untertitel „Food and Health“ trug, also „Ernährung und Gesundheit“. Mit den Partnergruppen aus Frankreich, Rumänien und natürlich dem Gastgeberland beschäftigten sich die Teilnehmer mit gesunder Ernährung, der Balance zwischen Essen und Bewegung und den Grundzügen der spanischen Küche, die übrigens soeben zur weltweit gesundesten gekürt wurde!

Nachdem ein Ernährungsberater einen ausführlichen Vortrag über die Wirkweise von Nahrungsmitteln im Körper und die Bestandteilen eines gesunden Ernährungsplans gehalten hatte, entwickelten die Schülerinnen und Schüler in internationalen Gruppen einen Wochenplan, der die zuvor gehörten Aspekte praktisch umsetzte und auch ein moderates Fitnessprogramm enthalten sollte. Es fiel den Jugendlichen spürbar schwer, die geliebten Nutellabrote und Pommes weitgehend vom Speiseplan zu verbannen und durch gesündere, proteinhaltige Speisen zu ersetzen. Gelegentliche Ausnahmen waren natürlich erlaubt.

Nach ihrer Rückkehr sollen sie eine Woche lang die eigene Nahrungsaufnahme protokollieren und mit den „guten Vorsätzen“ aus Lugo vergleichen, damit eine gewisse Nachhaltigkeit der Erkenntnisse erreicht wird. Projektbezogene Ausflüge komplettierten das Programm. So besichtigte die Gruppe einen der größten Fisch-Umschlageplätze Europas in Celeiro, einen Bio-Bauernhof und eine Bio-Kräuterfarm am Jakobsweg. Entsprechende Gerichte befanden sich auch mehrfach auf dem abendlichen Speiseplan, wie mehrere frische Fischgerichte, eine galizische Gemüsesuppe, Schweinebäckchen und der berühmte Mandelkuchen aus Santiago de Compostela. Pommes und anderes Frittierte fehlten zum Leidwesen Einiger fast völlig.

Da auch die Anregung zur sportlichen Betätigung ein wesentlicher Aspekt der Projektwoche war, gab es einen Nachmittag mit sportlichen Wettkämpfen, einen Spaziergang am traumhaften „Cathedrals Beach“  und als Höhepunkt eine fünf Kilometer lange Wanderung auf dem „Camino“, dem Jakobsweg, mit anschließender Besichtigung von Santiago de Compostela. Von dort wurde auch schweren Herzens der Rückflug angetreten. Die Arbeit am Projektthema erfolgt nun weiter in den nationalen Gruppen und wird sich nach Beginn des neuen Schuljahres dem Schwerpunkt „Food and Economics“ - also wirtschaftlichen Aspekten von Lebensmitteln - zuwenden, um den es im November beim Projekttreffen in Buzau/Rumänien gehen wird.

 

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