Eritreatag bringt 18.000 Euro

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Mucksmäuschenstill war es, als Kidan Zerm-Ghebremariam, Vorsitzende des Vereins Aufbau Eritrea e.V., sich bei den anwesenden Schülerinnen und Schülern für diese „unglaubliche“ Spende bedankte, die mit einem Tag arbeiten erzielt worden war. Sie präsentierte danach den Anwesenden mit einer Powerpoint-Präsentation, wofür das im letzten Jahr gespendete Geld verwendet worden war: neue Schuluniformen für die Partnerschulen Wekerti und Adibaro, denn ohne Schuluniform darf kein Kind die Schule besuchen, Laptops für die Kinder der Faith Mission School, einem Waisenhaus, denn Bildung ist das A und O in Afrika, und gebildete Kinder bleiben in ihrem Land und helfen es aufzubauen. „Seit letztem Sommer herrscht Friede zwischen Äthiopien und Eritrea, der jahrelange Bürgerkrieg ist zu Ende. Und Eritrea setzt jetzt auf den Ausbau der Wind- und Sonnenenergie, um die Menschen im Lande zukünftig mit Strom versorgen zu können“, so Kidan Zerm-Ghebremariam.

Aber auch Mikrokredite wurden gewährt, alleinerziehende Frauen mit Ochsen, Kühen, Ziegen, Eseln oder Hühnern versorgt, um sich selbst und ihre Kinder ernähren zu können. „All unsere Projekte laufen unter dem Motto ‚Hilfe zur Selbsthilfe‘. Frauen können beispielsweise mit den Eseln leichter und mehr Wasser holen, denn sie müssen den Kanister nicht mehr auf dem Rücken tragen. Mit einem Esel können sie zwei Kanister Wasser transportieren, und einen verkaufen oder gegen Getreide eintauschen“, erläuterte Zerm-Ghebremariam. Mit dem nun gespendeten Geld sollen diese Projekte weiter gefördert werden. Auch die Partnerschulen benötigen Laptops, auch Schuluniformen werden immer benötigt, Lehrbücher sollen angeschafft werden und auch die Mikrokredite werden weiter laufen.

Die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule übten während des Eritreatages die unterschiedlichsten Tätigkeiten aus: Sie arbeiteten beim Friseur, im Pflegeheim, im Supermarkt, erledigten Gartenarbeiten bei Nachbarn und Bekannten. „Den Arbeitgebern und Spendern spreche ich meinen allergrößten Dank aus, im Namen der Menschen in Eritrea“, beendete Zerm-Ghebremariam ihre Präsentation. Seit dem Jahr 2006 erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler sowie die Kollegien der ehemaligen Realschule im Vestert und der Irena-Sendler-Gesamtschule rund 190.000 Euro.

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