Enge Zusammenarbeit mit Jugendämtern

|   Kreis Borken

Die Kindertagespflege ist eine wichtige Säule in der Kindertagesbetreuung, vor allem wenn es um die Betreuung von Kindern unter drei Jahren sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf geht. Um das Angebot im Kreis Borken kontinuierlich weiterzuentwickeln, spielt die Vernetzung der Tagespflegepersonen untereinander eine zentrale Rolle. "Diese arbeiten in der Regel alleine in den privaten Räumlichkeiten", erläutert Ruth Franzbach aus dem Kreisjugendamt und ergänzt: "Daher ist es sehr positiv, dass sich durch die kreisweite gute Zusammenarbeit und regelmäßige Treffen mit Kolleginnen und Kollegen im Sozialraum Teams bilden, in denen sich die Tagespflegepersonen austauschen und zu verschiedenen Themen beraten können."

Zudem ist eine gute Kooperation der Fachberatungsstellen – zum Beispiel in Arbeitskreisen und gemeinsamen Fachtagen – sehr wichtig. "Die Beratungskräfte der Stadtjugendämter Ahaus, Bocholt, Borken und Gronau sowie des Kreisjugendamtes Borken arbeiten eng zusammen", betont Franzbach. Aktuelles Beispiel dafür ist das Weiterbildungsprogramm, das alljährlich im Sommer im Kreis Borken erscheint. Die Fachberatungsstellen haben dazu gemeinsam Angebote von Weiterbildungsträgern aus dem gesamten Kreisgebiet gesichtet, ausgewählt und in einem Programmheft für Kindertagespflegpersonen gebündelt. Die Broschüre wird allen 430 Tagespflegepersonen im Kreisgebiet in den nächsten Tagen zugesandt.

Die Tagespflegemütter und -väter tauschen sich nicht nur in Tageseltern- oder Netzwerktreffen aus, sondern bauen auch durch Aktionen wie die "Woche der Kindertagespflege", gemeinsame Spielgruppen mit den Tageskindern sowie Kooperationen mit Kitas und Familienzentren ihr Netzwerk stetig aus. "Die Qualifizierung der Tagespflegepersonen, die kontinuierlichen Fort- und Weiterbildungen sowie die gute Kommunikation untereinander sind zentrale Merkmale für die hohe Qualität der Betreuung in der Kindertagespflege im Kreis Borken", unterstreicht Ruth Franzbach.

Nähere Informationen über die Tätigkeit oder die Betreuung von Kindern in der Kindertagespflege gibt es bei den Fachberaterinnen und Fachberatern für Kindertagespflege in den Jugendämtern (Kreis Borken: Tel. 02861/82-2216, Stadt Ahaus: Tel. 02561/72360, Stadt Bocholt: Tel. 02871/953-553, Stadt Borken: Tel. 02861/939-336, Stadt Gronau: Tel. 02562/12-372), beim Sozialdienst katholischer Frauen und der Diakonie im Kreis Borken.

Im gesamten Kreisgebiet Borken werden laufend neue Tagespflegepersonen gesucht. Die Kosten für die Qualifizierung übernimmt das jeweilige Jugendamt nach Rücksprache. Interessierte können sich bei den zuständigen Fachberatungsstellen melden.

Zum Hintergrund:

Im ganzen Kreis Borken gibt es derzeit rund 1600 Tagespflegekinder. Davon sind knapp 1100 Kinder unter drei Jahre alt. "Besonders die U3-Betreuung in der Kindertagespflege ist beliebt", weiß Ruth Franzbach. Für ältere Kinder kann sie – je nach Bedarf – als ergänzendes Angebot genutzt werden.

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