Einsatz zum Schutz von Wildbienen

|   Stadtlohn

Wildblumenwiesen, Blühstreifen, Sterben der Blaumeisen, Insektenwohnungen, Meisennistkästen, Bestäubung, Pestizide, Honigbienen, Wildbienen, Lebensgefahr bei der Mahd für Tiere, Eichenprozessionsspinner, Zünsler und Insektensterben, Düngung, allgemeine Erwärmung, Sinken des Grundwasserspiegels, Waldsterben, Anstieg des Meeressiegels - das sind alles Themen, die zur  Umweltwoche und darüber hinaus gehören und uns alle weltweit betreffen. Nicht jeder kann sich um alle komplexen Aufgaben im Umweltschutz beim Johannes-Förderwerk kümmern. Im Umweltschutz gilt auch die Maxime: Global denken, lokal handeln.

Mit der wärmenden Sonne sind ab 18 Grad Celsius die Wildbienen wieder da, fliegen von Blüte zu Blüte und suchen Schlupflöcher für die Eiablage. Sie sind für die Bestäubung der Blüten teils wichtiger als die Honigbienen. Die Wildbienen fliegen alle Blüten wegen des Nektars an, die Honigbienen in jahreszeitlichen Abständen fast ausschließlich nur bestimmte Blütenstände wie die Linden oder die Tannen zur Blütezeit. Amerikanische Wissenschaftlicher haben mitgeteilt: Wenn es keine Bienen mehr gibt, muss der Mensch nach vier Jahren sterben. In Amerika bringen Lastwagen Bienenvölker an verschiedene Orte, um die Bestäubung von Obstbäumen und Gemüsepflanzen zu sichern. In China werden Blüten an Bäumen schon teils von Menschenhand mit Pollenstaub bestäubt. In Deutschland ist der Bestand von Wildbienen von über 1000 Arten um circa 50 Prozent auf etwa 530 Arten gesunken. Der Schwund der Insekten allgemein auf dem Land ist weiter um 30 Prozent gesunken, der Bestand der Insekten auf dem Wasser blieb, so die Wissenschaftler, konstant. 

Das Johannes-Förderwerk in Stadtlohn hat sich zurzeit zur Aufgabe gemacht, speziell für Wildbienen wieder viel zu tun, um den Bestand zu sichern. Freiwillige Helfer, Antonius Hayk, Theo Kötting und Karl Heinz Höfer, bauen in der Holzwerkstatt  der Johannesschule zurzeit Insektenhotels, die für Wildbienen, auch Wespen genannt, artgerecht  für die Eiablage gebaut sind. Beim Bau der Nisthilfen ist vieles zu beachten, damit die Nisthöhlen überhaupt von den Wildbienen angenommen werden. Etwa nur 30 Prozent des derzeitigen Bestandes von Wildbienen nimmt die Bohrungen in Insektenwohnungen an. Die meisten Arten von Wildbienen suchen Nisthöhlen in der Erde, im Mauerwerk oder in Baumspalten. Viele Angebote von Nisthilfen für Wildbienen sind falsch und unbrauchbar.

Was ist beim Bau zu beachten? Die Bohrungen sollen im Durchmesser 2 bis 10 Millimeter im Durchmesser groß sein. Die Bohrung muss sauber sein. Es dürfen sich keine Holzfasern in der Öffnung oder im Röhrengang befinden. Diese Röhren werden nicht angenommen oder sind tödlich für die Wildbienen, weil sie sich darin verfangen und absterben. Die Röhren sollten etwa 8 bis 10 Zentimeter tief  mit einem scharfen Bohrer gebohrt werden. Günstig ist bei der Auswahl der Holzart Hartholz wie abgelagerte trockene Eiche oder   trockenes abgelagertes Obstbaumholz. Weil die meisten Wildbienen klein sind, empfiehlt es sich, sehr viele kleine Bohrlöcher anzubieten. Füllstoffe wie Tannenzapfen, Holzwolle oder Moos sind völlig wertlos für Wildbienen. Sie sind nur Dekorationsmaterial. Ferner ist darauf zu achten, dass die Insektenwohnungen ein Dach haben, um das Innenleben vor Regen und Feuchtigkeit zu schützen. Die Insektenwohnungen, Nisthilfen, sollen frei für den Anflug der Bienen zugänglich aufgehängt werden, nicht im Strauchwerk oder unter einem Blätterdach, nicht höher als Kopfhöhe. Die Frontseite muss nach Süden ausgerichtet sein, damit die Sonne  die Nisthöhlen bescheint und erwärmt. Das Wichtigste: In der Umgebung müssen bienenfreundliche Blumen und blühfreudige Bäume befinden. Die Wildbiene sucht eine geeignete Röhre, Sie kriecht vorwärts in die Höhle, bringt Material für die Zwischenwände hinein, kriecht rückwärts in die Röhre, um das Ei abzulegen, bringt vorwärts Pollenstaub hinein als Nahrung für die spätere Larve. Zum Schluss verdeckt die Biene das Loch. Jetzt dauert es ein Jahr, bis die neuen Bienen schlüpfen über das Ei, den Kokon, die Larve bis hin zur neuen jungen Biene im Marz/April des Folgejahres. Dann ist das Loch wieder offen für die nächste Eiablage.

Für alle Interessierten das Wichtigste: Die Wildbienen stechen nicht wie die Honigbienen, Wespen und Hornissen. Auch Kindergärten und Schulen können Insektenwohnungen zur Anschauung und für den Umweltschutz aufhängen.

Artgerechte Insektenwohnungen, groß und klein, bietet das Johannes-Lädchen in Stadtlohn, Dufkampstraße 16, in vielfältigen Ausführungen für Haus, Garten, Terrasse und Balkon an. Durch den Ankauf unterstützt jeder den Umweltschutz und hilft dem Johannes-Förderwerk bei den  inklusiven/integrativen und  bildungsorientierten und reittherapeutischen Aufgaben im Reittherapiezentrum Stadtlohn für den Kreis Borken und in der Losbergschule.  Im Johannes-Lädchen und in den Werkstätten arbeiten insgesamt  60 Personen ehrenamtlich für den Umweltschutz und für den guten Zweck für die Aufgaben im Johannes-Förderwerk.

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