Digital-Kompass im Twickler-Treff Vreden eröffnet

|   Vreden

Bereits seit zehn Jahren gibt es im Twickler-Treff in Vreden die Computer-Gruppe, die Menschen bei Fragen zur Nutzung von Computer, Smartphone oder Sozialen Medien unterstützt. Jetzt kommen auf die Ehrenamtlichen neue Aufgaben zu – und sie bekommen Unterstützung: Am Mittwoch, 17. Februar, fand die offizielle Eröffnung des Projektes Digital-Kompass statt. Damit ist das Generationenbüro des Roten Kreuzes im Kreis Borken in Vreden ab sofort als Standort des bundesweiten Projekts Digital-Kompass aktiv und unterstützt ältere Menschen auf ihrem Weg ins Internet und in die digitale Welt.

„Nicht erst seit Beginn der Corona-Krise zeigt sich für uns, dass in Vreden viele Menschen leben, die Berührungsängste mit der digitalen Welt haben“, berichtet Edith Gewers vom Generationenbüro des Roten Kreuzes im Kreis Borken. „Es ist für viele sehr schwer, alle Entwicklungen nachzuvollziehen. Wir möchten uns gerne auf Augenhöhe mit den Menschen über die Chancen und Möglichkeiten, aber auch die Risiken der Digitalisierung austauschen. Hierbei kann es zum Beispiel um das Videotelefonat mit Enkelkindern, aber auch um den Online-Einkauf gehen.“

Aufgrund der Corona-Situation konnte und musste direkt die erste Veranstaltung – die offizielle Eröffnung – in digitaler Form als Videokonferenz stattfinden. Im Grußwort schlug Rotkreuz-Vorstand Jürgen Puhlmann einen Bogen von der Erfindung der Schrift in Uruk über den Buchdruck bis hin zu den neuen digitalen Technologien – alles Möglichkeiten, das Erfahrungswissen für viele Menschen verfügbar zu machen. Auch Bürgermeister Tom Tenostendarp sowie der Erste Beigeordnete Bernd Kemper freuten sich über das neue Projekt, das gut zu Vreden passe. Sie wünschten dem Projekt und insbesondere den Ehrenamtlichen viel Erfolg. Gerade, da die Ehrenamtlichen aus der Computergruppe selbst schon im Rentenalter seien, sei es möglich, ganz in Ruhe Antworten auf Fragen zu finden. Denn die Erfahrung hätten viele schon im Umgang mit Hilfestellungen durch Familienangehörige gemacht: „Schnell ist keine Hilfe.“

Katharina Braun vom Projekt Digital-Kompass war aus Bonn zugeschaltet. Sie verwies auf den Mehrwert vieler digitaler Angebote, bekannte aber auch, dass die steten Veränderungen in der digitalen Welt vielen Menschen Angst machten. Daher sei es wichtig, den Menschen Mut zu machen, wenn sie sich fragten: „Soll ich das jetzt noch lernen?“ Digitale Kompetenzen ermöglichten gesellschaftliche Teilhabe. Über die leicht verständlichen Broschüren des Digital-Kompass, die ab sofort über das Generationenbüro im Twickler-Treff bezogen werden können, bestehe die Möglichkeit, sich schon einmal in das Thema einzulesen und sich zu informieren.

Das Projekt Digital-Kompass arbeitet seit dem Jahr 2015 daran, ältere Menschen zum sicheren Umgang mit dem Internet und digitalen Diensten zu befähigen. Dazu werden Engagierte, die bereits gute Erfahrungen im täglichen Umgang mit Geräten und Internet gemacht haben, darin geschult, ihr Wissen an ältere Menschen weiterzugeben. Der Digital-Kompass ist ein gemeinsames Projekt der BAGSO (Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen, Deutschland sicher im Netz e. V.) sowie der Verbraucher-Initiative und wird durch das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz gefördert. Weitere Informationen: www.digital-kompass.de

Das Generationenbüro in Vreden, das durch die Deutsche Fernsehlotterie gefördert und in Trägerschaft des Roten Kreuzes im Kreis Borken ist, lädt interessierte Bürger*innen ein, sich in das Projekt einzubringen. Gesucht werden weitere Unterstützer*innen, die sich ehrenamtlich für das Projekt engagieren möchten. Bei Interesse an einem ehrenamtlichen Engagement, aber auch an Unterstützung im Sinne des Projektes können sich die Vredener*innen per Mail generationenbuero-vreden@drkborken.de oder unter der Telefonnummer 02564/8864-818 melden.

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