Digi-up! bringt erneut Unternehmer zusammen

|   Kreis Borken

Mehr als 50 Fach- und Führungskräfte aus Unternehmen des Kreises Borken haben sich beim Unternehmen Caisley International GmbH aus Bocholt über Tracking- und Lokalisierungslösungen für die Industrie informiert. Zum Workshop hatten die Netzwerk-Partner von “Digi-up! Netzwerk.DigitaleProduktion“ eingeladen, das sind die Westfälische Hochschule, die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken mbH (WFG) und die Wirtschaftsförderungs- und Stadtmarketing Gesellschaft Bocholt mbH & Co. KG.

Während seiner Projektdemonstration stellte David-Ben Krauß, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Westfälischen Hochschule beispielhaft vor, wie ein Lager mit der Barcode-Technologie verwaltet werden kann. Tracking- und Lokalisierung werden auch in der Landwirtschaft eingesetzt. Wie wichtig die Tierkennzeichnung für das Tierwohl und die Lebensmittelsicherheit ist, stellten Cornelia Nehls und Thomas Güldenberg anhand von konkreten Beispielen und Erfahrungswerten aus dem Unternehmensalltag bei Caisley dar.

Der Gastgeber der Veranstaltung, Reinhard Nehls, Geschäftsführer von Caisley International GmbH, begrüßte die anwesenden Unternehmensvertreter mit der Anmerkung, dass es bei dieser Veranstaltung um „RFID (Radio Frequency Identification) zum Anfassen“ geht. Zum Abendprogramm gehörten mehrere Vorträge, eine Projektdemonstration und eine Führung durch die hochautomatisierte Produktion von Caisley. Das Unternehmen stellt Ohrmarken für die Landwirtschaft her und ist damit international erfolgreich. Die RFID-Technik in der Tierkennzeichnung bietet gleich mehrere Vorteile: Einheitliche Standards, Möglichkeit der unsichtbaren Kennzeichnung, eine gute Lesbarkeit bei Fälschungssicherheit, Automation und Tracking durch Lokalisierung.

Von Simon Arch, AEG Identifikationssysteme GmbH, erfuhren die Teilnehmer, in welchen Unternehmensbereichen sich der Einsatz der RFID-Technologie lohnt. Wenn man mithilfe dieser Technologie die Rückverfolgbarkeit seiner Produkte gewährleistet, stellt man beispielsweise sicher, dass es keine Plagiate im Umlauf gibt. Somit ist diese Technologie neben der Tieridentifikation auch im Bereich von Wartung und Prüftechnik, der Sicherheit, Industrie und Logistik relevant. Selbstverständlich sind auch individuelle Lösungen möglich.

Neben der RFID-Technologie können Indoor-Tracking- und Lokalisierungsmöglichkeiten auch basierend auf Funksignalen entstehen. Das erklärte Manuel Prätorius vom Start-up tapdo technologies GmbH in seinem Vortrag. Für welche Art der Lokalisierung sich ein Unternehmen entscheidet, hängt von verschiedenen Faktoren wie Lokalisierungsgenauigkeit und -häufigkeit, Energieverbrauch oder Installationsaufwand.

„Wir freuen uns darauf, Ihnen weitere digitale Technologien anwendungsorientiert und praxisnah zu zeigen“, so Prof. Bühren, Projektleiter von Digi-up! bei der Ankündigung der nächsten Veranstaltungen des Netzwerks. Er forderte die anwesenden Workshopteilnehmer auf, sich bei Fragen rund um konkrete Digitaliesierungsprojekten in der Produktion an ihn zu wenden. Auch Inken Steinhauser, Leitung Digitalisierung bei der WFG, freut sich, weiterhin Unternehmen im Kreis Borken bei der Digitalisierung beratend zu begleiten.

« Zurück zur Übersicht
Ein Angebot von