Dieter Boll verabschiedet

|   Vreden

Es gibt Ereignisse, die möchte man eigentlich gar nicht feiern. Diesen Eindruck machte der langjährige Hausmeister Dieter Boll Ende April. Der Hausmeister des Rathauses wurde von Bürgermeister Dr. Christoph Holtwisch, Kolleginnen und Kollegen und anderen Wegbegleitern in den Ruhestand verabschiedet.

In den rund 38 Jahren hat Dieter Boll immer wieder dienstliche wie auch private Herausforderungen gemeistert. "Die Hausmeistertätigkeit ist eine ganz besondere", so Bürgermeister Dr. Holtwisch, denn in keiner anderen Tätigkeit erhalte man so viele Einblicke. "Als Kollege von allen" habe er viele Stadtdirektoren kommen und gehen sehen, erinnerte sich Dieter Boll. Er war Kontaktstelle und Ansprechpartner für Kolleginnen, Kollegen, Ratspersonen und Bürgerinnen und Bürger. Vom "Hüter des Fuhrparks" bis zum "Druckmeister" habe er viele Aufgaben übernommen. Dabei war er stets engagiert und zeichnete sich durch sein hohes Verantwortungsbewusstsein aus, so Bürgermeister Dr. Holtwisch weiter. "Beispiel hierfür ist, dass er sich selbst am letzten Arbeitstag nicht nehmen ließ, das Rathaus morgens loszuschließen."

Eingestellt wurde Dieter Boll am 16.06.1980 als städtischer Arbeiter am Bauhof. Zum 01.04.1982 wechselte er in das Angestelltenverhältnis als Hausmeister. Sein 25-jähriges Dienstjubiläum konnte er im Jahr 2005 feiern.

In seiner Abschlussrede fasste Bürgermeister Dr. Christoph Holtwisch zusammen, welche Bereicherung Dieter Boll für die Belegschaft war. "Vielen Dank für die vielen Jahre, in denen Sie so viel für die Stadt, aber auch für die Menschen in der Verwaltung geleistet haben", bedankte sich Bürgermeister Dr. Christoph Holtwisch und überreichte einen Blumenstrauß und ein Geschenk. Personalratsvorsitzende Klaus Ahler überbrachte den Dank der Kolleginnen und Kollegen. Wichtig sei ihm, sich persönlich nach so vielen Jahren von seinem Freund verabschieden zu können, so Klaus Ahler.

Ebenso sah es die Leiterin der Fachabteilung Verwaltungsorganisation, Edeltraud Resing. Sie nutze die Verabschiedung, um ihm für die langjährige Tätigkeit zu danken und ein Fotobuch zu überreichen. In Freundschaft verbunden sind ihm viele Kolleginnen und Kollegen. Deswegen gab es nach der offiziellen Verabschiedung noch die Gelegenheit für die Belegschaft, sich persönlich von ihm zu verabschieden. Dabei zeigten sich viele gerührt. Zum Schluss blieb Dieter Boll nur "Danke" zu sagen. Damit der Ruhestand für den Pensionär nicht langweilig wird, hatte die Belegschaft ein Glas voller Grußworte und Wünsche für die kommenden Monate gepackt und eine Geldspende für die Anschaffung eines E-Bikes überreicht. Dieter Boll freut sich, ab sofort mehr Zeit für seine vier Kinder und drei Enkelkinder zu haben und seinen Hobbys nachzugehen.

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