Die Förderung von Kindern muss früh anfangen

|   Ahaus

Heike Wermer, Landtagsabgeordnete für den Kreis Borken, nutzt die zweite Herbstferienwoche, um einige Unternehmen, Institutionen und Vereine in ihrem Wahlkreis zu besuchen. Auf der Agenda standen bisher am Montag das rock´n´popmuseum in Gronau und das Deutsche Rote Kreuz in Stadtlohn. Am Dienstag besuchte die Landtagsabgeordnete die Papierfabrik in Vreden, die Grenzlandwäscherei in Ahaus und das Familienzentrum Wittekindshof in Ahaus. Während ihrer Herbsttour möchte Heike Wermer so viele Eindrücke wie möglich sammeln, mit Menschen in Kontakt treten und sich austauschen. Der Besuch in den Inklusiven Einrichtungen verschaffte Heike Wermer, Mitglied im Ausschuss für Schule und Bildung NRW, einen realistischen Einblick in das Leben und in die Arbeit von Menschen mit Behinderungen.

Zusammen mit Claudia Middendorf, Beauftragte der Landesregierung für Menschen mit Behinderung sowie für Patientinnen und Patienten in Nordrhein-Westfalen, durfte Heike Wermer die Einrichtungen besichtigen und die Strukturen kennen lernen. Das Besondere an dem Familienzentrum Wittekindshof in Ahaus ist das Frühförderungsangebot. Kinder unter drei Jahren werden hier betreut und bekommen ein auf sie abgestimmtes Förderprogramm, einzeln oder in Kleingruppen. Der Fokus liegt hierbei auf Kindern mit Entwicklungsverzögerungen oder Behinderungen.

Im Familienzentrum Wittekindshof gilt das Leitprinzip der Inklusion. Das bedeutet Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit für alle Kinder. Die Voraussetzung ist die Anerkennung der Vielfalt. Jedes Kind hat individuelle Bedürfnisse, auf welche die Erzieherinnen eingehen. Kinder unter drei Jahren haben im Familienzentrum zum Beispiel die Möglichkeit, mithilfe besonderer Spielgeräte ihre motorischen Fähigkeiten zu verbessern. Zu der Frühförderung gehört im Familienzentrum Wittekindshof auch die Beratung der Eltern. Hier bestehe häufig noch Bedarf, erklärte Eva- Alexandra Wissing-Peuleke, Leiterin der Einrichtung. Viele Eltern seien anfangs mit der Situation überfordert, ein behindertes, oder lernschwaches Kind zu haben.

Heike Wermer und Claudia Middendorf durften sich nach einem regen Austausch die Kindertagesstätte genauer anschauen. Es gibt ein vielfältiges Spiel- und Lernangebot für Kinder unter und über drei Jahren im Familienzentrum Wittekindshof. Dazu gehört unter anderem ein „Matschraum“, in dem die Kinder das Element Wasser selbst erfahren können. „Die Angebote im Familienzentrum sind vielseitig, es ist sehr wichtig, dass man Kinder schon früh fördert“, resümierte Heike Wermer, Mitglied im Ausschuss für Schule und Bildung. „Ich bedanke mich für den interessanten Einblick in die Arbeit des Familienzentrums und den produktiven Austausch mit allen Akteuren. Aus dem Gespräch nehme ich wichtige Anregungen mit nach Düsseldorf und freue mich, mit den Beteiligten auch weiterhin im Austausch zu bleiben“, ergänzte Claudia Middendorf.

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