Der Verkauf ist beschlossen

Erstellt von Von Sven Asmuß | |   Ahaus

Die Zeichen stehen auf Veränderung. Die Stadt Ahaus hat von der Katholischen Kirchengemeinde das Josef Cardijn-Haus an der Fuistingstraße gekauft. Was in vielen Sitzungen und Treffen zwischen beiden Verhandlungspartnern vorbereitet wurde, beschloss der Rat der Stadt in seiner letzten nichtöffentlichen Sitzung.

Ahaus Die notarielle Beurkundung soll so schnell wie möglic erfolgen. „Die Lage des Josef Cardijn-Hauses direkt neben dem Alexander Hegius-Gymnasium gibt uns die Möglichkeit, für die Schule bestmögliche Rahmenbedingungen zu schaffen“, erklärte Bürgermeisterin Karola Voß. 

Schon vor dem Verkauf konnte die Stadt das Pfarrzentrum in unmittelbarer Nähe zur St. Josef-Kirche für die Essensausgabe nutzen. „Das Alexander Hegius-Gymnasium ist eine Schule im aufbauenden Ganztag. Das heißt, dass die Klassen fünf bis acht bereits den ganzen Tag an der Schule sind und dementsprechend auch mittags versorgt werden müssen. Mit dem Josef Cardijn-Haus haben wir in diesem Bereich nun alle Möglichkeiten“, so der Schuldezernent und Erste Beigeordnete Werner Leuker. 
Was sich im ersten Moment recht endgültig anhört, ist vor allem für die betroffenen Nutzer der Kirchengemeinde gar nicht so schlimm. „Wir haben einen Vertrag über eine zweijährige Mitnutzung geschlossen. So haben wir ausreichend Zeit, uns neue Lösungen auszudenken“, erläuterte Pfarrer Heinrich Plaßmann als Vertreter der Kirche. In enger Absprache mit dem Generalvikariat in Münster soll ein Konzept entwickelt werden, wie man die St. Josef-Kirche als Ort für Gottesdienste und als Gemeindezentrum nutzen kann. Sollte die Umsetzung dieser Pläne länger als die anvisierten zwei Jahre dauern, hat die Stadt bereits signalisiert, dass dann weitere Lösungen gefunden werden. Doch das steht am Ende einer langen Kette von Entscheidungen und Planungen, die zuvor getroffen werden sollen und müssen. 

Für die Kirchengemeinde erscheint der Verlust eines etablierten Pfarr- und Jugendheims zunächst herb zu sein. Erst beim zweiten Hinsehen eröffnen sich auch Perspektiven. „Für uns als Kirchenvorstand hatte immer der Erhalt des Standorts Josefkirche Priorität. So haben wir auch verhandelt“, erläutert Franz Schulze Ameling. Mit der Entscheidung für den Verkauf des Josef Cardijn-Hauses ist man diesem Ziel ein gutes Stück näher gekommen, weil nun eine Kombinationslösung aus Kirche und Gemeindezentrum angestrebt wird. In einer Exkursion machten sich Mitglieder der Gemeinde bereit sein Bild davon, wie solche Lösungen aussehen können. „Diese Exkursion können wir auf Wunsch auch noch einmal wiederholen“, unterstreicht Pfarrer Heinrich Plaßmann die Bereitschaft, möglichst viele Personen in die Planungen einzubinden. 

In einer langen Kette von Terminen und Treffen bis zum endgültigen Vollzug steht als erstes ein Treffen aller Nutzergruppen des Josef Cardijn-Hauses an. Am Dienstag, 20. März, ab 19.30 Uhr werden die Stadt und die Kirchengemeinde die Rahmenbedingungen der zukünftigen Nutzung vorstellen und stehen auch für Fragen bereit. Im Anschluss wird die endgültige Übergabe des Gebäudes an die Stadt sowohl im Rathaus als auch in der Kirchengemeinde vorbereitet. „Planen kann man auch parallel zur aktuellen Nutzung“, freut sich Werner Leuker, dass es Schritt für Schritt vorangehen wird. SAS

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Das Josef Cardijn-Haus an der Fuistingstraße gehört jetzt der Stadt, wird aber zunächst von der Kirchengemeinde weiter mitgenutzt.
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