Delegiertenversammlung des Caritasverbandes

|   Stadtlohn

Die gesellschaftlichen Entwicklungen auf Caritas und Kirche und zum Zusammenspiel von Caritas und Kirche haben jetzt Pfarrer Stefan Scho, Vorsitzender des Caritasrates sowie Hans-Peter Merzbach und Peter Schwack vom Caritas-Vorstand veranlasst, in einer Delegiertenversammlung im Otgerus-Haus in Stadtlohn die Situation und Perspektiven mit den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern aus dem Dekanat Ahaus-Vreden zu diskutieren.

Peter Schwack begrüßte die Teilnehmer mit einer Zahl, die die Bedeutung der Versammlung und dem Widmen diesem Thema in besonderer Weise unterstrich: Laut einer Studie gebe es im Bistum Münster im Jahr 2060 noch etwa 900.000 Katholiken – heute seien es noch 1.800.000, so dass es eine Halbierung mit allen daraus folgenden Konsequenzen zu erwarten seien.

Referent Burkard Severin gab der Versammlung mit Trends zu verschiedenen Entwicklungen, der älter werdenden Gesellschaft über den Klimawandel bis zur Vernetzung und der Bedeutung von Heimat einen eindrucksvollen Eindruck von der Zukunft. Caritas und Kirche müssten sich den Entwicklungen stellen und gemeinsam überlegen, wie Caritas und Kirche die unterschiedlichen Entwicklungen als Herausforderung annehmen. „Die Kirche habe keine Macht mehr über die Herzen der Menschen“, stellte Severin ebenso fest wie das die Kirche auf dem Markt der „Sinnangebote“ immer mehr ein Anbieter unter anderen werde. Auch das Image der Kirche leide sehr unter den hierarchischen Strukturen und den Geschlechterrollen.

Damit eröffnete er die Diskussion an den sechs Tischen im „World-Café“, an denen die Delegierten unter verschiedenen Themenstellungen intensiv über neue Wege diskutierten, Problemlagen benennen konnten. Neben vielen anderen Beiträgen wurde hierbei deutlich, dass sowohl Kirche und Caritas die eigene Arbeit, das eigene Engagement klarer hervorheben sollten. Auch die Ideen und Kreativität von youngcaritas wurden immer wieder als wichtiger Faktor für die Zukunft genannt. Auch wurde klar benannt, dass Caritas und Kirche aufgrund mancher Entwicklungen ihr „Licht nicht unter den Scheffel“ stellen müsse, denn sie nehmen ehren- und hauptamtlich wichtige Aufgaben in Gesellschaft wahr, ohne die viel Menschlichkeit verloren ginge.

Die Ergebnisse werden jetzt in einen Strategieprozess des Caritasverbandes einfließen, um sich in den nächsten zwei Jahren den Herausforderungen zu stellen, zu den Erwartungen Lösungen zu erarbeiten und konkrete Schritte umzusetzen.

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