Das „Regionalbudget“ 2020 kommt

|   Kreis Borken

Der Bund stellt ein neues Förderinstrument vor, das exklusiv in LEADER-Regionen Anwendung findet: Die Förderung von Kleinprojekten bis 20.000 Euro Gesamtkosten im Rahmen des sog. „Regionalbudgets“. Vor allem Vereine und Initiativen sollen hiervon profitieren und bei investiven Maßnahmen mit 80 Prozent Förderung unterstützt werden. Dafür können sich Interessierte ab sofort bis Ende März beim Regionalmanagement der „Kulturlandschaft Ahaus-Heek-Legden“ bewerben.

Bis zu 200.000 Euro kann die LEADER-Region AHL im Jahr 2020 zusätzlich zu den LEADER-Mitteln zur Verfügung stellen. Möglich geworden ist dies durch den 2019 in Kraft getretenen Rahmenplan der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ des Bundes und einer darauf basierenden Richtlinie des Landes Nordrhein-Westfalen. „Für uns ist dieses zusätzliche Geld eine tolle Gelegenheit, um das Thema Regionalentwicklung in Ahaus, Heek und Legden wieder stärker an die Basis zu bringen“, freut sich Regionalmanager Dominik Olbrich, der die drei Kommunen in Sachen LEADER betreut und mit der Kleinprojektförderung nun eine weitere Aufgabe erhält. Denn wie es sich für ein Förderprogramm gehört, ist auch das Regionalbudget nicht ganz frei von formalen Auflagen. Doch diese seien, so Olbrich, für die Zuwendungsempfänger in der Region gar nicht so stark zu spüren: „Die Abwicklung von Projekten erfolgt beim Regionalbudget in erster Linie zwischen uns als Region und den Vereinen und Einrichtungen vor Ort, die ein Projekt beantragen. Behördlichen Kontakt müssen die Akteure aus Ahaus, Heek und Legden also nicht fürchten, das übernehmen wir.“

Die Spielregeln für die Teilnahme am Förderprogramm sind übersichtlich: Wer auf die Förderung zugreifen möchte, muss sich bewerben. Dazu muss ein Förderantrag an das Regionalmanagement der LEADERregion im Bewerbungszeitraum gerichtet werden – dieser endet am 31. März. Einzelne Projekte dürfen insgesamt nicht mehr als 20.000 Euro brutto kosten und sollten v.a. investiv sein. Aus allen bis Ende März eingegangenen Anträgen wählt die LEADER-Region dann die besten aus – denn das Gesamtbudget im Förderprogramm ist schließlich begrenzt. Gehen mehr Anträge ein als Budget vorhanden ist, muss eine qualitative Auswahl stattfinden. „Wir denken bei den Kleinprojekten vor allem an wichtige Anschaffungen, z.B. für Vereine oder andere Einrichtungen mit einem gewissen öffentlichen Anspruch“, beschreibt Dominik Olbrich die Ideen, die er erwartet. In jedem Falle sei es wichtig, dass der Benefit für die Region und ihre Menschen möglichst groß sei.

Die Projekte, die den Zuschlag schließlich erhalten, können voraussichtlich ab Mai in die Umsetzung gehen und müssen bis Ende November umgesetzt und abgeschlossen werden. Gefördert werden die Maßnahmen mit 80 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten, also maximal 16.000 Euro. Die restlichen Mittel müssen die Antragsteller als Eigenmittel aufbringen. Die Förderung erfolgt nach dem Erstattungsprinzip, die Projektkosten müssen von den Antragstellern also zunächst vorfinanziert werden. In einigen Regionen in Nordrhein-Westfalen wurden quasi als „Testballon“ 2019 erste Kleinprojekte auf diese Weise gefördert, die Nachfrage dort war entsprechend groß, die Antragsteller zeigten sich im Nachgang sehr zufrieden: Das Regionalbudget biete schnelle und verhältnismäßig bürokratiearme Unterstützung für diejenigen, die sich sonst womöglich notwendige Anschaffungen nicht hätten leisten können.

Und genau hier sieht die Region Ahaus-Heek-Legden auch das Besondere an diesem Programm: „Eine hohe Förderung, ein relativ geringer Aufwand und eine zielgerichtete, zeitnahe Umsetzung: Die positiven Effekte des Regionalbudgets sollten ganz schnell zu sichtbarer Wirkung in der Region führen“, ist sich Olbrich sicher. Und diese Sichtbarkeit von Förderung wolle man in jeglicher Hinsicht unterstützen. Das tut die LEADER-Region nicht nur durch personelle Beratung und Unterstützung vom Regionalmanagement, sondern auch ganz handfest mit Geld: 10 % der Fördermittel spendiert der LEADER-Verein und unterstützt damit ganz direkt jeden Antragsteller.

Mehr Informationen und Downloads rund um das Regionalbudget, zu LEADER und über die Kulturlandschaft Ahaus-Heek-Legden finden sich im Internet unter www.leader-ahl.de und bei Twitter unter twitter.

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