Crash-Kurs-Präventionsprojekt am Gymnasium

|   Stadtlohn

Die Stille war fast mit den Händen greifbar, als Andreas Rudde die Schüler der Q1 nach einer kurzen Filmsequenz wieder ansprach: „Unfälle passieren nicht einfach, sie werden verursacht“, so der Polizist, der mit dem Team des Crash-Kurses in der Aula des Geschwister-Scholl-Gymnasiums zu Gast war. Wo normalerweise auf die ersten beiden Schulstunden zwei Stunden Sportunterricht folgten, war nun betretenes Schweigen. Anhand vieler Fotos von Unfällen aus dem Kreis Borken wurde den Schülern in der abgedunkelten Aula schnell klar, wie nahe schwere Verkehrsunfälle auch an ihr Leben herankommen können. Viele  der Anwesenden verbringen derzeit ihre Abende in den Fahrschulen und kennen aus den ersten Praxisstunden die eine oder andere Unfallstelle in Stadtlohn, Südlohn oder Gescher – jetzt lernten sie sie in der abgedunkelten Aula neu kennen - zuerst durch Fotos von zerstörten Autos, defekten Motorrädern, blinkenden Blaulichtern, dann aus den Erzählungen von Polizeibeamten, einem Feuerwehrmann, einem Notfallseelsorger. Betroffenheit machte sich breit, als erzählt wurde, was Ersthelfer an der Unfallstelle erleben, wie Seelsorger Todesnachrichten überbringen müssen, Angehörige und Betroffene trösten.

Im Hintergrund schwebt ein großer weißer Luftballon über der Bühne in der Aula mit Karten: Dort haben junge Menschen ihre Lebensträume notiert. Am Ende der Veranstaltung platzt der Ballon und mit ihm viele Träume von Jugendlichen. In den Reihen aber sitzen die Schüler mit ihren Lebenstraumkarten in der Hand. „Unfälle passieren nicht einfach, sie werden verursacht! Du hast es in der Hand.“ Das sind die Schlussworte und dann geht es für die Schüler wieder hinaus in die Sonne, in den Schulalltag.

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