Coronavirus: Erstmals ein Todesfall im Kreis Borken

|   Kreis Borken

Erstmals hat es jetzt im Kreis Borken einen Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus gegeben: Auf der Intensivstation des Bocholter Krankenhauses verstarb am späten Sonntagabend (22. März) gegen 22 Uhr ein 63-jähriger Mann aus Rhede. Der Patient hatte sich zuvor in chirurgischer Behandlung im Krankenhaus befunden. Wie bei Coronavirus-Erkrankungen aktuell seitens der Gesundheitsbehörden festgelegt, war er ohne anderen Patientenkontakt auf einer Isolierstation untergebracht. Aufgrund seines sehr rapide fortschreitenden Krankheitsverlaufs und einer rasch fortschreitenden Verschlechterung seines Zustandes wurde der Mann am Sonntagnachmittag auf die Intensivstation verlegt, wo er in den späten Abendstunden leider verstorben ist.

Landrat Dr. Kai Zwicker: "In diesen schweren Stunden denken wir an die Angehörigen des Verstorbenen, denen unser tiefempfundenes Mitgefühl gilt." Zudem dankt er dem medizinischen Personal im Bocholter Krankenhaus wie überall im Kreisgebiet ausdrücklich für seinen vorbildlichen Einsatz und sichert die Unterstützung der Kreisverwaltung zu. Die ärztliche Versorgung der Bevölkerung im Kreisgebiet bleibe weiterhin sichergestellt, betont er. Gleichzeitig bittet er die Bürgerinnen und Bürger eindringlich darum, sich trotz aller Widrigkeiten weiterhin genauso besonnen und umsichtig zu verhalten wie bisher. "So wird es gelingen, gemeinsam die schwierige Situation durchzustehen", zeigt sich der Landrat zuversichtlich.

Unklar ist, wie es zu der Virusinfektion kam. Ein Eintrag des Virus durch Besucher des Krankenhauses kann nicht ausgeschlossen werden. Vor diesem Hintergrund bittet Landrat Dr. Kai Zwicker zusammen mit der Leiterin des Kreisgesundheitsamtes Annette Scherwinski erneut eindringlich darum, die ausgesprochenen Zugangsbeschränkungen für die Krankenhäuser sowie für die Einrichtungen der Alten- und Behindertenpflege zu beachten. Landrat Dr. Kai Zwicker: "Nur so können sie vor Coronavirus-Infektionen geschützt werden." Anweisungen des Personals der Häuser müsse daher unbedingt gefolgt werden. Bei Zuwiderhandlungen werde unverzüglich die Polizei hinzugezogen, weist der Landrat auf den Ernst der Lage hin.

Kranke, ältere und pflegebedürftige Personen gehören zur Risikogruppe. Sie haben wegen ihrer Vorerkrankungen ein erhöhtes Risiko, schwer zu erkranken. Zudem geht es darum, dafür Sorge zu tragen, dass sich das Personal nicht infiziert, um die Versorgung pflege- und betreuungsbedürftiger Menschen nicht zu gefährden.

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