CDU in Ottenstein stellt Weichen

|   Ahaus

Ottenstein kommt noch einmal mit einem blauen Auge davon. Denn die geplante Stromtrasse wird künftig an dem Ort vorbeiführen anstatt das geplante Gewerbegebiet vor dem Werk des Möbelherstellers Hülsta zu durchqueren. Dies sei mit der Verdienst des CDU-Ortsverbandes, der immer wieder mit entsprechenden Anträgen zur Änderung des Regionalplans gedrängt habe. Das berichteten der Vorsitzende Thomas Lefering und Ortsvorsteher Karl-Heinz Terbrack. Bis zuletzt sei es eine Option gewesen, dass die Trasse durch das geplante Gewerbegebiet verlaufen könnte. Gleichwohl, so der Wermutstropfen, sei Ahaus insgesamt stark durch die geplante Trassenführung betroffen.

Etwa 40 Zuhörer, Parteimitglieder und Vereinsvertreter begrüßte Thomas Lefering am Sonntag in der Gaststätte Räckers in Ottenstein. Lefering und Karl-Heinz Terbrack blickten auf ein für den Ort erfolgreiches Jahr zurück. So wurde der Erweiterungsbau an der Burgschule abgeschlossen und im November im Rahmen eines Tags der offenen Tür eingeweiht.

„Schule und Aufgaben der Schule werden immer ein Thema für uns sein. Für einen Ort wie Ottenstein ist die zweizügige Grundschule eminent wichtig. Das zu erhalten, wird uns immer ein zentrales Anliegen sein“, betonte Thomas Lefering die Bedeutung dieser Maßnahme.

Auch an anderen Stellen, wie bei den Wohn- und Gewerbeflächen am Börgerdieksweg beziehungsweise vor Hülsta, dem Bebauungsplan für den Bereich Markemoote/Westring oder dem Anschub des zweiten Bauabschnitts am Feuerwehrgerätehaus, wurden wichtige Weichen für Ottenstein gestellt. Dafür sind, soweit nötig, entsprechende finanzielle Mittel im Haushalt 2018 vorgesehen.

Besonders freuten sich beide über den Fortschritt des geplanten Breitbandausbaus. Das Verfahren sei so weit vorangeschritten, dass im Sommer 2018 mit sichtbaren Ergebnissen gerechnet werde und die Baumaßnahmen beginnen könnten. Für die gesamte Stadt Ahaus bedeutet dies ein Investitionsvolumen von 6,5 Millionen Euro 2018. Die gleiche Summe sei für 2019 noch einmal vorgesehen. Für die Maßnahme erhalte die Stadt eine Förderung in Höhe von 90 Prozent, berichtete Lefering. Thomas Vortkamp, Fraktionsvorsitzender der Ahauser CDU, stellte die Rahmendaten des städtischen Haushalts 2018 vor. Der Haushaltsentwurf sieht einen ausgeglichenen Haushalt mit einem hohen Investitionsvolumen vor. 2017 hatten einige politische Beschlüsse angestanden wie der Verkauf des Cafés Logo am Bahnhof und die Weiterentwicklung der Feuerwehr unter anderem in Ahaus-Nord und Wüllen. Thomas Vortkamp stellte fest, dass die Diskussion um die Innenstadtentwicklung, vor allem der Wallstraße, weiter gehe.

Stadtverbandsvorsitzender Dr. Michael Räckers rief den Zuhörern die erfolgreiche Landtags- und die Bundestagswahl ins Gedächtnis. „Auch wenn der Auftrag zur Regierungsbildung klar bei der CDU verblieben ist, ist das Ergebnis insgesamt nicht ganz so wie erhofft“, sagte Räckers. Positiv strich er heraus, dass es in Ahaus gelungen sei, mit und für Jens Spahn eine Steigerung des Erststimmenergebnisses zu erzielen. Spahn ziehe so mit großem Rückenwind aus seiner Heimat nach Berlin.

Heike Wermer blickte auf ein spannendes Jahr zurück. Nach der Wahl galt es, die Arbeit in der neu gebildeten Koalition aufzunehmen. Wermers Schwerpunkte liegen dabei in der Integrationspolitik, wo sie als Sprecherin der CDU-Fraktion agiert, sowie im Schulbereich, wo in NRW an vielen Stellen der Schuh drücke. Wermer berichtete über vorgesehene Maßnahmen wie die Aufstockung von Lehrerstellen oder die Umsetzung der Flexibilisierung des offenen Ganztags.

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