BVB-Fans radeln zum letzten Heimspiel

|   Heek

Bei nicht ganz meisterhaftem Wetter machten sich 20 Fanclubmitglieder vom Borussia Dortmund Fanclub „Rote Erde Nienborg“ am vergangenen Freitag mit dem Fahrrad auf den Weg zum „Fußballtempel Europas“, dem Signal-Iduna-Park in Dortmund. Dort stand am Samstag das letzte Heimspiel ihrer Mannschaft in der laufenden Saison der Fußball-Bundesliga statt. Organisiert hatten die Zweitagestour Frank Naber und Michael Pieper. Dieter Garbe fuhr das Begleitfahrzeug. Zur Freude aller Teilnehmer kamen sie ohne Probleme am Zielort an. Beeindruckt waren die Fans davon, dass sie stets auf Nebenstrecken unterwegs waren.

Die erste Zwischenstation auf der 125 Kilometer langen Tour machten die radelnden Fußballfans im Hotel Hermannshöhe in Legden, wo die Frühstückstafel reichhaltig gedeckt war. Gestärkt ging es weiter über Rosendahl, Coesfeld und Dülmen bis nach Seppenrade. Dort glühte bei der Ankunft der Radtouristen der Holzkohlegrill bei einem Arbeitskollegen vom Fanclubkassierer Frank Naber. Nach dem Grillen ging es auf den Schlussteil des ersten Tages. Pünktlich um 19:09 Uhr, dem Gründungsjahr der Dortmunder Borussia, trafen die Fußballfans am „Hotel Drei Linden“ in Lünen ein. In unnachahmlicher Wohlfühlatmosphäre verbrachten die Dortmundfans aus Nienborg den Abend im Brauhaus des Hotels. Nach einem leckeren Abendessen gab es frisches Pils. In der zweitältesten Gaststätte Deutschlands, die im Jahre 1697 als „Haus am Christinentor“ gegründet wurde, wurde natürlich über Fußball gefachsimpelt.

Nach dem Frühstück machten sich die Fußballfans am Samstagmorgen auf ihre 25 Kilometer lange Schlussetappe. Auf dem Weg zum größten deutschen Fußballstadion lernten die Fans die „Trinkhallenkultur“ des Ruhrgebietes kennen und sie trafen sich in der Westfalenmetropole mit Freunden aus Block 81, die legendäre Südtribüne im Dortmunder Stadion. Nicht fehlen durfte ein Abstecher zum Borsigplatz in der Dortmunder Norstadt. Heute ist diese Örtlichkeit ein Kreisverkehr mit sechs-sternförmig angeordneten Zufahrtsstraße. Bekannt wurde der Borsigplatz vor allem durch die Gründung von Borussia Dortmund im Jahre 1909 in unmittelbarer Nähe. Anfangs trug die Borussia ihre Heimspiele auf einem abschüssigen Acker nordöstlich des Borsigplatzes aus, ehe Anfang der 1910er-Jahre dafür als erster richtiger Austragungsort die „Weiße Wiese“ auserkoren wurde. Auch sie befand sich in unmittelbarer Nähe des Borsigplatzes. Im Jahre 1937 erfolgte der Umzug in die Kampfbahn „Rote Erde“. Hiernach gaben sich die Dortmund-Fans in Nienborg ihren Fanclubnamen. Zur Fußball-Weltmeisterschaft 1974 wurde das Westfalenstadion errichtet. Schnell entwickelte sich der heutige Signal-Iduna-Park aufgrund seiner typisch englischen Bauweise ohne Laufbahn zu einem der bedeutendsten Stadien der Bundesrepublik.

Eine letzte Pause legten die Radfahrer bei Rentner Hugo ein. Er hatte ein paar Flaschen Bier kaltgestellt und schenkte allen Nienborgern eine kleine Vereinsfahne. Am Stadion eingetroffen wartete auf die Radfahrer der Fahrradanhänger, auf dem sie ihre Fahrräder für die spätere Heimfahrt deponieren konnten. „Im Anschluss haben wir uns im schönsten Fußballstadion der Welt den 3:2-Sieg unserer Mannschaft gegen Fortuna Düsseldorf angesehen. Der Sieg, der uns den Weg zur achten Deutschen Meisterschaft ebnet, und das unvergessliche Erlebnis im mit 81.365 Zuschauern ausverkauften Stadion, zeigten, warum wir uns mit dem Fahrrad auf die 125 Kilometer lange Strecke gemacht haben“, sagte Dortmund-Fan Patrick Garbe nach der Rückkehr. Diese erfolgte nach Spielende mit dem Omnibus von Dortmund nach Nienborg. Dort endete die Radtour im Vereinslokal Kegelhaus Wissing.

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