Bündnis fördert Vereinbarkeit von Familie und Beruf

|   Vreden

Das Bündnis für Familie e.V. kann auf eine erfolgreiche erste Familienkonferenz zurückblicken. Erste Vereinsvorsitzende Agnes Schültingkemper und Bürgermeister Dr. Christoph Holtwisch begrüßten die zahlreichen Akteure der hiesigen Institutionen, die sich mit der Förderung von Familie und Beruf befassen. "Was kann in Vreden in Punkto Vereinbarkeit von Familie und Beruf noch verbessert werden", sollte gemeinsam bestimmt werden. Aber auch weitergehende Themen wie z.B. Pflege in der Familie wurden aufgearbeitet. Dr. Holtwisch stellte fest, dass Vreden den Standortvorteil der Familienfreundlichkeit besitze. Anlässlich der Familienkonferenz wolle man sich intensiv mit den Herausforderungen der Zukunft auseinandersetzen.

Die erste Vorsitzende des Bündnisses für Familie in Vreden e.V., Agnes Schültingkemper, schilderte anschließend die bisherige Arbeit des Vereins. Das Vredener Bündnis für Familie wurde bereits im Jahr 2006 gegründet. Seit Mai 2014 wird die Bündnisarbeit in Vereinsform weitergeführt. Bisherige Projekte, an denen das Bündnis mitgewirkt hat, sind unter anderem die Gründung der Vredener Tafel, die Blickwinkel-Bücher und der Haushaltswarenladen "Dit und Dat". Zurzeit arbeite man in Kooperation mit dem Verein "Mit Hand und Herz" an der Eröffnung eines Repair-Cafes.

Die Vredener Bundestagsabgeordnete Ursula Schulte (SPD) äußerte in ihrem Grußwort den Wunsch, dass die Arbeitswelt familienfreundlicher werden müsse. Die Regierungskoalition wolle in diesem Zusammenhang den Anspruch auf Ganztagsbetreuung in den Grundschulen vorantreiben und das Recht auf befristete Teilzeitjobs auf den Weg bringen. Jekaterina Rudolph, Referentin im Netzwerkbüro "Erfolgsfaktor Familie" in Berlin führte im Anschluss an die Grußworte mit einem Impulsvortrag ins Thema ein. Sie verdeutlichte, dass in wissenschaftlichen Studien festgestellt wurde, dass mehr als 80 Prozent aller Beschäftigten sich einen familienfreundlichen Arbeitgeber wünschen, die Angebote der jeweiligen Arbeitgeber aber nur zu 20 Prozent den Arbeitnehmern bekannt seien.

Theresa Becking, Assistentin der Geschäftsleitung der Firma Ventana aus Vreden, berichtete im Interview mit Jekaterina Rudolph über die Umsetzung der Familienfreundlichkeit vor Ort. So betreibe die Firma Ventana nicht nur eine Großtagespflege für die Kinderbetreuung, sondern habe auch die Produktion von einem Zwei-Schicht-System auf Tagesschicht umgestellt. Geschäftsführerin Judith Pennekamp ergänzte, dass fast jeder irgendwann vom Thema Vereinbarkeit betroffen sei und im Einzelfall mit den Mitarbeitern im Team nach einer individuellen Lösung gesucht werde.

Im Anschluss an die Vorträge waren die Anwesenden der Veranstaltung gefordert. Diese brachten sich zu den Themen väterfreundliche Angebote, kommunale Familienpolitik, Kinderbetreuung sowie Vereinbarkeit von Pflege und Beruf ein. In den verschiedenen Arbeitsgruppen wurden intensive Diskussionen geführt und zahlreiche Vorschläge erarbeitet. Bürgermeister Dr. Christoph Holtwisch und Agnes Schültingkemper zogen abschließend das positive Fazit, dass die Impulse kurzfristig vom Bündnis für Familie begutachtet und aufgearbeitet sowie die konkrete Umsetzung geprüft werde.

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