Brezelbacken und Marketing in Rumänien

|   Ahaus

Im Rahmen des Erasmus+-Projektes „Food in our Lives“ machten sich acht SchülerInnen des Berufskollegs Wirtschaft und Verwaltung Ahaus in Begleitung von drei Lehrpersonen auf den Weg nach Buzau, um das Thema „Essen“ unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu betrachten. „Food in our Lives“ ist ein zweijähriges Projekt, das sich zum Ziel gesetzt hat, Essen unter kulturellen, gesundheitlichen, wirtschaftlichen und ethischen Aspekten in einem europäischen Zusammenhang zu beleuchten. Neben dem Berufskolleg in Ahaus und der Gastschule in Rumänien gehören dem Projekt eine spanische und eine französische Schule an, die ebenfalls ihre SchülerInnen nach Buzau  schickten. Das Projekt wird aus Mitteln der EU gefördert.

Zuerst ging es darum, einen Einblick in lokale Lebensmittelbetriebe zu bekommen. Dafür wurde eine in Rumänien überregional bekannte Bäckerei besucht, deren Brezeln – eine traditionelle Backware des Gastgeberlandes – zu den Besten gehören sollen. Dies konnten die SchülerInnen nicht nur kostend erfahren, sondern sie durften auch ihre eigenen Brezeln kreieren. Auch der Besuch der lokalen Markthalle führte den Teilnehmenden vor Augen, dass die Menschen in Rumänien sich noch sehr stark mit selbst angebauten Produkten ernähren.

Des Weiteren wurde eine Familienmetzgerei besucht, die besonders Wert auf gute Qualität und Nachhaltigkeit ihrer Produkte legt. Auch davon konnte man sich an einer reich gedeckten Tafel überzeugen.

Schließlich stand der Besuch eines kirchlich geleiteten Marmeladenbetriebes auf dem Programm. Er gibt den Menschen in der Nachbarschaft Arbeit, und macht anschaulich, dass soziales Engagement und Wirtschaftlichkeit durchaus Hand in Hand gehen können. Nach diesen Einblicken in die reale Wirtschaftswelt gingen die SchülerInnen daran, für typische Spezialitäten ihrer Heimatländer Marketingkonzepte zu entwickeln. Diese wurden am Abschlussabend vorgestellt, und bei dem nachfolgenden gemeinsamen Fest konnten sich alle davon überzeugen, wie gut die Küche der Partnerländerschmeckt. Neben der Arbeit am Projekt spielen natürlich das Zusammensein und das Kennenlernen des Gastgeberlandes eine große Rolle. Schnell fanden die TeilnehmerInnen der verschiedenen Länder durch gemeinsame Aktivitäten zueinander.

Auch ein kleines Sightseeing-Programm wurde von den Gastgebern zusammengestellt. Neben einer Stadtrallye durch Buzau wurden ein orthodoxes Kloster und ein Skulpturenpark besucht. Einen Höhepunkt bildeten schließlich die Schlammvulkane von Berca, ein kurioses Naturschauspiel. Am Ende waren sich alle einig: Europa und Rumänien haben so einiges zu bieten.      

« Zurück zur Übersicht
Ein Angebot von