Blühendes Band durch Bauernhand im Westmünsterland

|   Kreis Borken

2018 waren es rund 1000, im letzten Jahr schon 1400 Kilometer an zusätzlichen Blühstreifen für die Artenvielfalt im Kreis Borken. In diesem Jahr soll das „Blühende Band durch Bauernhand“ noch länger werden.  Der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband (WLV) und die Stiftung Westfälische Kulturlandschaft stellen interessierten Landwirten auch 2020 wieder kostenloses Saatgut zur Verfügung. Das sind gute Nachrichten für Biene & Co.

Für das „Blühende Band“ legen die Bauern Blühstreifen am Getreide- oder Maisacker an. Je nach Witterung erfolgt die Aussaat bereits in den nächsten Wochen. Die Saatgut-Mischung besteht aus 16 einjährigen Kulturarten (ohne Gras) und verbleibt bis weit über die Ernte der Hauptkultur hinaus an den Feldrändern. Dabei dienen sie einerseits als Nahrungsquelle für Insekten wie Honig- und Wildbienen, Hummeln und Schmetterlingen, die auch für die Bestäubung von Kulturpflanzen wie Obst oder Raps eine wichtige Rolle spielen. Die Blühmischung bietet darüber hinaus einen Lebensraum für Rebhuhn, Kiebitz, Fasan oder Feldhase. Die Landwirte setzen sich auf diese Weise aktiv für den Erhalt der Artenvielfalt ein und verzichten dafür freiwillig auf einen Teil ihrer Ernte. Zum Verständnis: Bei der Aktion „Blühendes Band“ handelt es sich um zusätzliche Blühstreifen über diejenigen hinaus, die von Landwirten im Kreis Borken ohnehin schon angelegt werden.

Die Verteilung des Aktionssaatguts an die einzelnen Landwirte erfolgt über die WLV-Ortsverbände. Interessierte können sich dazu an ihren Ortsvorstand wenden.

Zum Thema: Stiftung Westfälische Kulturlandschaft

Satzungsziel der Stiftung Westfälische Kulturlandschaft ist es, die nachhaltige Nutzungsfähigkeit, Vielfalt und Schönheit der Landschaften in Westfalen-Lippe als Lebensraum für ihre charakteristische Tier- und Pflanzenwelt zu fördern. Dabei setzt sich die Stiftung für die Zusammenführung der Belange von Landwirtschaft und Naturschutz ein. Aktionen zur Anlage von Feldlerchenfenstern wurden von Landwirten ebenso unterstützt wie die Platzierung spezieller Nisthilfen, Sträucher-Anlagen oder die Erprobung neuer artenschutzfreundlicher Anbauverfahren.

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