Besuch im Französischen Kulturzentrum

|   Stadtlohn

Für den Französischleistungskurs des Geschwister-Scholl-Gymnasiums, 13 Schülerinnen in Begleitung der Kurslehrerin Frau Vorst, ging es nach Essen, wo die Teilnehmer sich über die sogenannten „banlieues“, die Vororte von Paris, informierten. Schülerin Lea Bornemann berichtet von ihren Erfahrungen.

„Nach der Zugfahrt und einem kurzen Fußmarsch erreichten wir schließlich das Deutsch-Französische Kulturzentrum, wo wir freundlichst von Monsieur Babin, dem Leiter des Zentrums, empfangen wurden. Zuallererst erklärte er uns anschaulich – natürlich in französischer Sprache –, wie diese banlieues überhaupt zustandegekommen sind und welche Menschen dort leben. Interessiert lauschten wir den Schilderungen, die bis zur Kolonialzeit im 19. Jahrhundert zurückreichten.

Nachdem wir nun die Hintergründe kannten, beschäftigten wir uns mit der Ausstellung „Une jeunesse française“ (Eine französische Jugend), welche uns tiefer in das Leben der Jugendlichen in den banlieues eintauchen ließ. Mit  vielen aufschlussreichen Bildern und Texten, durch welche wir in ihren Alltag hineinsehen konnten, erklärte Monsieur Babin uns die  Hintergründe des Lebens in den Vorstädten. Es war so, als würde man selber in diese uns völlig fremde Welt eintauchen.

Um uns einen noch lebendigeren Eindruck dieser Realität zu verschaffen, zeigte Monsieur Babin uns den Film „Swagger“, der dokumentarisch, aber dennoch sehr emotional und äußerst bewegend das Leben einiger Jugendliche zeigte. Besonders überraschend war für uns, dass viele der „banlieusards“, wie die Bewohner (meist mit Migrationshintergrund) heißen, noch nie einen „wahren Franzosen“ gesehen haben, obwohl sie schon ihr ganzes Leben in Frankreich verbracht haben.

Am Ende des Tages kehrten wir mit neu gewonnenem Wissen und auch völlig neuen Ansichten wieder nach Stadtlohn zurück. Es war so, als hätten wir wirklich einige Stunden in Frankreich verbracht. Im Namen des Kurses bedanke ich mich bei Monsieur Babin, dass er sich die Zeit für uns genommen hat und bei dem Deutsch-Französischen Jugendwerk, welches uns diesen faszinierenden Ausflug ermöglicht hat.“

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