Berkelsee gesperrt - Feuerwehr verhindert Fischsterben

|   Vreden

Wegen möglicher Gesundheitsgefahren durch Cyanobakterien ("Blaualgen") hat die Stadt Vreden den Berkelsee bis auf weiteres gesperrt. Wasserproben haben eine Zunahme von Cyanobakterien ("Blaualgen") festgestellt. Diese sogenannten Blaualgen können in höheren Konzentrationen bei Mensch und Tier zu Gesundheitsgefahren führen.

Hinweisschilder weisen am Berkelsee auf die Gefahren hin. Von der Sperrung betroffen ist insbesondere der Wasserspielbereich am Berkelsee. Auch das Baden im Berkelsee ist (nach wie vor) verboten. Außerdem sollte der Kontakt mit Wasser vermieden und Hunde im Berkelseeumfeld an der Leine geführt werden.

Nur ein Teil der Cyanobakterien bildet Gifte (Toxine), die bei bestimmten Konzentrationen Einfluss auf die Gesundheit des Menschen und Tiere haben können.

Für eine qualifizierte Risikoeinschätzung werden regelmäßig weitere Wasserproben entnommen.

Durch die Blaualgenblüte wurde eine Reduzierung des Sauerstoffgehaltes festgestellt, die für den Fischbestand im See lebensbedrohlich war, so dass weitere Sofortmaßnahmen erforderlich wurden. Daraufhin wurde der See im Rahmen eines Feuerwehreinsatzes durch kontinuierliche Wasserzufuhr "belüftet", um die Sauerstoffsättigung dadurch zu verbessern. In enger Abstimmung mit dem Angelsportverein sowie der Unteren Wasserbehörde wird aktuell eine weitere "Belüftung" des Berkelsees sichergestellt.

Schon am Tag zuvor war eine Gruppe des Löschzuges Vreden-Stadt mit dem Stichwort „Kleineinsatz“ zum Berkelsee alarmiertworden . Aufgrund der Wetterbedingungen der letzten Wochen und einem erhöhten Algenbestand im Berkelsee waren die Sauerstoffwerte im Wasser unterhalb der kritischen Grenze von 4,0 Milligramm Sauerstoff pro Liter Wasser. Glücklicherweise war es noch nicht zu einem großen Fischsterben gekommen. In Ansprache mit der Unteren Wasserbehörde des Kreises Borken wurde beschlossen, insgesamt vier Pumpen einzusetzen, um eine möglichst große Menge Wasser umwälzen zu können. Daher wurde auch eine Gruppe des Löschzuges Ammeloe zum Berkelsee alarmiert. So konnten pro Minuten ca. 4400 Liter Wasser gefördert werden, die über insgesamt vier B-Rohre und zwei Wasserwerfer wieder in den Berkelsee eingebracht wurden. So konnte der Sauerstoffgehalt durch die ca. 13-stündige Maßnahme wieder in den Normbereich gebracht werden.  Ein Fischsterben konnte so vorerst verhindert werden. Der ansässige Angelverein überprüft in Verbindung mit der Unteren Wasserbehörde die Sauerstoffwerte stetig, um gegebenenfalls notwendige weitere Maßnahmen schnell einleiten zu können.

Die aktuelle Entwicklung ist in der Presse sowie auf der Homepage der Stadt Vreden zu verfolgen.

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Insgesamt vier Pumpen waren 13 Stunden im Einsatz, um das Wasser im Vredener Berkelsee umzuwälzen und so wieder mit Sauerstoff anzureichern. Foto: Freiwillige Feuerwehr Vreden
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